Sonntag, 02. Oktober 2016

Friedensnobelpreis: Kolumbiens Präsident und FARC-Chef Favoriten

Das Warten hat ein Ende: In den kommenden Tagen geben die Jurys die diesjährigen Nobelpreisträger bekannt. Den Anfang macht am Montag (11.30 Uhr) das Komitee am Karolinska-Institut mit der Bekanntgabe der Preisträger für Medizin. Am Freitag werden dann der oder die Träger des Friedesnobelpreises in Oslo verkündet.

Im Namen des Forschers Alfred Nobel werden jedes Jahr verdiente Persönlichkeiten geehrt.
Im Namen des Forschers Alfred Nobel werden jedes Jahr verdiente Persönlichkeiten geehrt. - Foto: © APA/EPA

Am Dienstag und Mittwoch (jeweils 11.45 Uhr) verkündet die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften die Träger der begehrten Auszeichnung in Physik und Chemie.

376 Kandidaten für Friedensnobelpreis

Beim Friedensnobelpreis pickt die Jury in diesem Jahr einen Preisträger aus der Rekordzahl von 376 Kandidaten heraus. Unter den heißesten Anwärtern sind die syrischen Weißhelme. Für die zivile Rettungsorganisation in dem Bürgerkriegsland machen sich Hollywood-Stars wie George Clooney und Ben Affleck stark.

Noch größere Chancen räumen Beobachter Kolumbiens Präsidenten Juan Manuel Santos und dem Chef der Guerillaorganisation FARC, Rodrigo „Timochenko“ Londono, für den Friedensvertrag in dem Land ein. Als einzige Auszeichnung wird der Friedensnobelpreis in Oslo bekannt gegeben und zwar am Freitag (11.00 Uhr).

Wann der Literaturnobelpreis verkündet wird, gibt die Schwedische Akademie normalerweise erst kurz vor dem Termin bekannt. In diesem Jahr hat ein Jury-Mitglied aber schon verraten: Das Geheimnis um den diesjährigen Preisträger wird am Donnerstag, den 13. Oktober gelüftet.

Verleihung an Nobels Todestag

Alle Nobelpreise sind mit je 8 Millionen schwedischen Kronen (831.514,40 Euro) dotiert. Verliehen werden sie am 10. Dezember, dem Todestag des Preisstifters und Dynamit-Erfinders Alfred Nobel.

apa/dpa 

stol