Freitag, 10. Dezember 2021

Südtirol friert: bis zu minus 18 Grad

Ein frostiges Erwachen gab es am heutigen Freitagmorgen in ganz Südtirol. Die vergangene Nacht war besonders kalt mit Temperaturen von bis zu minus 18 Grad.

Kältester Ort in Südtirol war St. Jakob in Pfitsch im Wipptal.
Badge Local
Kältester Ort in Südtirol war St. Jakob in Pfitsch im Wipptal. - Foto: © Shutterstock / shutterstock
Die Kältepole im Land lagen in der vergangenen Nacht in St. Jakob Pfitsch und in Pens mit jeweils minus 18 Grad Celsius. Knapp dahinter lagen Prettau, St. Valentin a. d. H. und Sexten mit jeweils minus 15 Grad Celsius. Kälteste Städte sind Sterzing und Bruneck mit minus 14 Grad Celsius.

„3 Faktoren haben dafür gesorgt, dass die Temperaturen im ganzen Land in der vergangenen Nacht so stark gesunken sind“, erklärt Landesmeteorologe Dieter Peterlin gegenüber STOL.

„Zum einen haben uns kalte Luftmassen aus der Polarregion erreicht. Zum anderen war die Nacht sternenklar und auch der Schnee, der im ganzen Land liegt, sorgt dafür, dass es besonders stark abkühlt“, so der Wetterexperte.

Am Mittwoch hatte es in ganz Südtirol ergiebig geschneit. „Landesweit sind 10 bis 25 Zentimeter feinster Pulverschnee gefallen, am meisten vom Obervinschgau übers Ultental bis ins Unterland sowie in Ridnaun. Und selbst in Bozen und Meran gab es gut 15 Zentimeter Neuschnee“, so Peterlin.

Wie lange kann sich dieser Schnee im Tal halten? Bereits am Donnerstag sind die Temperaturen überall leicht ins Plus gestiegen, deshalb ist der feine Pulverschnee recht schnell zusammengesackt und hat an Höhe verloren. Erst in der heutigen Nacht ist der Schnee durchgefroren und bleibt so besser konserviert.

Neue Schneefälle sind laut Peterlin nicht so schnell in Aussicht: „In den kommenden Tagen schneit es nur noch am Alpenhauptkamm etwas, abseits davon bleibt es nun für längere Zeit trocken. Weit und breit ist kein neuer Schnee mehr in Sicht.“



Am Wochenende erwarten uns außerdem wieder etwas mildere Temperaturen. Vor allem im Süden des Landes kommt die Sonne durch, nur am Alpenhauptkamm sind Niederschläge zu erwarten.

Der strenge Frost soll sich dann vor allem ab nächster Woche abschwächen, erklärt Peterlin abschließend.

Alles rund ums Wetter finden Sie auf der STOL-Wetterseite.

pho