Montag, 14. November 2016

"Frühe Hilfen Südtirol": Familienunterstützung besser vernetzen

Das Elternsein ist für viele Familien mit vielfältigen Herausforderungen verbunden. Das Forschungsprojekt "Frühe Hilfen Südtirol" hat das bestehende Hilfsangebot für Eltern mit Säuglingen oder Kleinkindern mit Schwierigkeiten beleuchtet.

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Foto: © shutterstock

Die am Montag vorgestellten Forschungsergebnisse zeigen auf, dass es eine verstärkte Vernetzung der "Frühen Hilfen" in Südtirol, eine Einbettung der aktuellen Dienste in ein umfassendes Gesamtkonzept und eine bessere Information über die verschiedenen Angebote braucht, um Familien in belastenden Situationen angemessen und zeitgerecht sowie möglichst wohnortnah und bedarfsorientiert zu unterstützen.

"Das Miteinander stärken, um Familien besser zu unterstützen" 

Welche Hilfsangebote und Initiativen gibt es für Eltern und ihre Kinder bis zum dritten Lebensjahr in belastenden Situationen? Was brauchen betroffene Familien für eine frühe und rechtzeitige Unterstützung? Wie können bestehende Angebote und Netzwerke besser koordiniert und die "Frühen Hilfen" in Südtirol weiterentwickelt werden?

Mit diesen und weiteren Fragen hat sich das Forschungsprojekt "Frühe Hilfen Südtirol" in den vergangenen zwei Jahren auseinandergesetzt. "Es geht darum, das Miteinander zwischen verschiedenen Dienstleistern zu stärken, um Eltern in herausfordernden Situationen besser zu unterstützen", so Sozial- und Gesundheitslandesrätin Martha Stocker.

Die Direktorin des Landesamtes für Kinder- und Jugendschutz und Inklusion Petra Frei betonte, dass es ein stärkeres System brauche, "das in enger Vernetzung zwischen den Bereichen Gesundheit, Soziales und Bildung eine verbesserte Betreuungskontinuität schafft und durch zeitnahe und niederschwellige Angebote auf Familien mit Betreuungsbedarf aufmerksam wird", so Frei. "Die große Herausforderung ist es nun, die Ergebnisse des Forschungsprojektes 'Frühe Hilfen Südtirol' mit dem neuen Betreuungsmodell 'Rund um die Geburt' zusammenzubringen, um eine gute Versorgung und Hilfe für junge Familien zu bieten", betonte der Pflegedirektor des Südtiroler Sanitätsbetriebes Robert Peer.

"Frühe Hilfen: Chance für die gesunde Entwicklung von Kindern": Tagung am 23. November

Der "Frühe Hilfen Südtirol - Kurzbericht" fasst die zentralen Ergebnisse des Forschungsprojekts übersichtlich zusammen. Diese werden bei der Tagung am 23. November "Frühe Hilfen: eine Chance für die gesunde Entwicklung von Kindern" gemeinsam mit namhaften Referenten aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Italien sowie verschiedenen Diensten und Einrichtungen vertieft.

Träger des Forschungsprojektes sind die Landesabteilung Soziales sowie die Stiftung Forum Prävention in Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb, der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe "Claudiana" und der Freien Universität Bozen unter Einbeziehung der Landesabteilung Gesundheit, der Familienagentur des Landes und der Koordinierungsstelle für Integration.

stol

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