Samstag, 03. Januar 2015

Führerloser Frachter in Italien: Migranten stammen großteils aus Syrien

Nachdem rund 450 Flüchtlinge an Bord des Frachters „Ezadeen“ in der Nacht auf Samstag den sicheren Hafen der süditalienischen Stadt Corigiliano Calabro erreicht haben, haben die italienischen Behörden mit der Identifizierung der Migranten begonnen.

Der führerlose Frachter "Ezadeen" bei der Ankunft in Süditalien.
Der führerlose Frachter "Ezadeen" bei der Ankunft in Süditalien. - Foto: © APA/EPA

Dabei handelt es sich nach Angaben italienischer Medien mehrheitlich um Syrer. An Bord befanden sich auch viele Familien mit Kindern.

Die Flüchtlinge seien wohlauf, ergaben die medizinischen Checks, denen die Migranten unterzogen wurden.

Viele der Flüchtlinge an Bord des Frachters waren unterkühlt und wurden behandelt.

Das Schiff fährt unter der Flagge Sierra Leones, eines der vom Ebola-Virus am meisten betroffenen Länder Westafrikas. 

Schlepper hatten die Flüchtlinge zuvor auf offener See ihrem Schicksal überlassen.

Die italienischen Behörden waren am Donnerstagabend auf das Schiff aufmerksam geworden, als dieses sich rund 150 Kilometer vor der süditalienischen Küste befand.

Am Freitag übernahm dann die Küstenwache die Kontrolle über den Frachter und begleitete ihn am späten Abend auch in den Hafen von Corigiliano Calabro.

apa

stol