Dienstag, 09. Januar 2018

Führerschein weg: Ab nach Polen - VIDEO

Immer mehr Südtiroler pilgern nach Polen, um dort den Führerschein zu machen, weil er ihnen in Italien genommen wurde. Doch es ist ein umstrittener Fahrschein ohne absolute Rechtssicherheit. Was die Behörden ärgert, freut einen findigen Taxifahrer aus dem Pustertal mit einem neuen Geschäftsmodell.

Viele Südtiroler pilgern nach Polen, um dort den Führerschein zu machen. Den italienischen Behörden ist dieses Vorgehen ein Dorn im Auge.
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Viele Südtiroler pilgern nach Polen, um dort den Führerschein zu machen. Den italienischen Behörden ist dieses Vorgehen ein Dorn im Auge. - Foto: © STOL

Christian Putzer aus Kiens fährt regelmäßig nach Polen und verdient sich eine goldene Nase: Seine Passagiere sind nämlich allesamt Südtiroler, denen der italienischer Führerschein, in den meisten Fällen wegen Trunkenheit am Steuer, entzogen wurde. Um den aufwändigen psychologischen und medizinischen Test in Italien zu entgehen, versuchen sie ihr Glück in Polen.

Sie scheuen sich auch nicht, dort einen temporären Zweitwohnsitz zu eröffnen, um die Fahrschule zu besuchen und die polnische Fahrerlaubnis zu erreichen. Die Behörden in Italien akzeptieren den fremden Führerschein nur widerwillig, zur Zeit handelt es sich um eine rechtliche Grauzone.

150 Südtiroler besitzen bereits einen polnischen Führerschein.

stol

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