Dienstag, 15. September 2020

Führerscheinquiz: Kritik an deutscher Fragestellung

In einer Landtagsanfrage zum Thema „Deutsche Führerscheinquiz in Südtirol“ in Südtirol kritisierte Helmuth Renzler die oft unverständlichen deutschen Fragestellungen. Die Ämter wurden nun angehalten, die Übersetzungen künftig noch genauer zu prüfen.

Die Prüfungsfragen seien häufig unklar.
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Die Prüfungsfragen seien häufig unklar. - Foto: © shutterstock
„In den vergangenen 5 Jahren haben durchschnittlich rund 80 Prozent der Führerscheinanwärter die Prüfung beim ersten Mal bestanden. Allerdings hört man immer wieder, dass ein Teil der Fragen in der deutschen Fassung der Führerscheinquiz sehr ungünstig und zum Teil unverständlich formuliert sind“, begründet Helmuth Renzler seine Anfrage.

Deshalb hat der Abgeordnete bei Landesrat Alfreider nachgefragt, ob die Landesregierung von diesem Sachverhalt in Kenntnis ist und ob angedacht ist, den Text der Führerscheinquiz auf ihre Lesbarkeit und Verständlichkeit hin zu prüfen. Weiters wollte Renzler in Erfahrung bringen, ob die entsprechenden Texte überarbeitet werden, falls sich herausstellt, dass einige Fragen effektiv ungünstig formuliert sind.

Vom Ministerium vorgegeben

Landesrat Daniel Alfreider hat in seiner Antwort mitgeteilt, dass er die Anfrage des Abgeordneten Renzler zum Anlass genommen hat, um sich bei den zuständigen Ämtern im Detail über den Sachverhalt zu informieren.

Die Fragestellungen bei den Führerscheinquiz werden vom Ministerium für Transport und Infrastruktur vorgegeben und deshalb besteht wenig Handlungsspielraum. Die Ämter wurden nun aber angehalten, die Übersetzungen künftig noch genauer zu prüfen.

Genauer hinschauen

„Die Kandidaten haben die Möglichkeit, bei Unklarheiten während der Prüfung direkt bei der Kommission nachzufragen“, teilt Landesrat Alfreider bei dieser Gelegenheit mit. Es wurde jedenfalls zugesichert, dass bei der Übersetzung der Fragen ins Deutsche künftig noch genauer auf den exakten Wortlaut und die Verständlichkeit geachtet wird.
Fehler auch bei telematischer Auswertung

In seiner Replik bedankte sich Helmuth Renzler für die Auskünfte, ersuchte den Landesrat aber, künftig auch den Aspekt der telematischen Auswertung zu vertiefen.

„Es funktioniert leider nicht immer gut, wenn Antworten telematisch ausgewertet werden, speziell bei unterschiedlichen Sprachen. Deshalb werden der Landesrat und die zuständigen Beamten ersucht, Möglichkeiten zu finden, um Fehler bei dieser Form der Auswertung künftig zu vermeiden“, sagt der Landtagsabgeordnete Helmuth Renzler abschließend.

stol