Mittwoch, 04. Juli 2018

Fünf Bergsteiger aus Pößnecker Klettersteig gerettet

Zu einem besonderen Bergrettungseinsatz ist es am Dienstagabend in Gröden gekommen. Fünf deutsche Bergsteiger hatten beschlossen den Pößnecker Klettersteig am Sellastock zu besteigen. Auf Halb Weg, wurden diese am frühen Nachmittag von einem heftigen Gewitter heimgesucht.

Der Aiut Alpin holte die Bergsteiger mittels dreimaliger Seilwindenbergung aus der Wand.
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Der Aiut Alpin holte die Bergsteiger mittels dreimaliger Seilwindenbergung aus der Wand.

Jegliche Wetterberichte hatten für den frühen Dienstagnachmittag, insbesondere im Dolomitenraum, heftige Regenschauer klar prognostiziert.

Schutz in Höhle

Die Bergsteiger konnten in einer Höhle, auf der Höhe des sogenannten Bandes, Schutz finden. Von dort haben sie die Landesnotrufzentrale alarmiert. Eine Bergung mittels Hubschrauber war zu diesem Zeitpunkt aber nicht mehr möglich, da der gesamte Sellastock vom Nebel umhüllt war. Die Retter beschlossen abzuwarten, in der Hoffnung, dass zu späterer Stunden ein Anflug möglich sei, andernfalls hätten die Alpinisten die Nacht am Berg verbringen müssen. Die Bergsteiger waren unverletzt und scheinbar gut ausgerüstet.

Kurz vor 20 Uhr wagte der Rettungshubschrauber des Aiut Alpin Dolomites aber einen ersten Anflug zur Einsatzstelle, der dann auch gelang. Die fünf Bergsteiger konnten mittels dreimaliger Seilwindenbergung unverletzt aus der Wand geholt und sicher bis zum Pass geflogen werden.

Weiterer Einsatz am späten Abend

Am späten Abend ist es dann zu einem weiteren Bergrettungseinsatz gekommen. Laut ersten Informationen hatten sich zwei etwas ältere Personen in der Zone um den Langkofel verirrt (auch auf Grund des Gewitters in welche diese geraten waren). Die Freiwilligen des Bergrettungsdienstes Gröden starteten eine Suchaktion zwischen dem Sellajoch, Comici und der Langkofelhütte. Die zwei Personen konnten dann kurz nach Mitternacht total erschöpft, in der Zone Comici, gefunden und mittels Geländewagen ins Tal gebracht werden. Der etwas ältere Herr musste dann dem Roten Kreuz Gröden übergeben und mit dem Rettungswagen, wegen totaler Erschöpfung, ins Krankenhaus Brixen gebracht werden.

Wettervorhersagen beachten

Vonseiten der Bergretter der wiederholte und sehr wichtige Aufruf die Wettervorhersagen am Vortag genau zu kontrollieren und zu beachten. Der Tag hätte für die Kletterer und Wanderer schlimm enden können.

stol/pas

stol