Montag, 24. Oktober 2016

Fünf Franzosen bei Absturz von Aufklärungsflugzeug in Malta getötet

Beim Absturz eines Aufklärungsflugzeuges in Malta sind fünf Franzosen ums Leben gekommen. Die Maschine sei am Montagmorgen kurz nach dem Start auf dem Boden zerschellt, hat die maltesische Regierung mitgeteilt. Die Ursache des Absturzes blieb zunächst unklar.

Beim Absturz eines Aufklärungsflugzeuges in Malta sind am Montag fünf Franzosen ums Leben gekommen.
Beim Absturz eines Aufklärungsflugzeuges in Malta sind am Montag fünf Franzosen ums Leben gekommen. - Foto: © APA/AFP

Die drei Mitarbeiter des französischen Verteidigungsministeriums sowie zwei Angestellte des Flugzeug-Eigners waren nach Pariser Angaben auf dem Weg zu einer Aufklärungsmission im Mittelmeerraum. Maltas Regierung schloss eine Explosion an Bord des Flugzeuges vor dem Absturz aus. Sie berief sich dabei unter anderem auf Augenzeugen und Videoaufnahmen. Demnach ging die bei dem luxemburgischen Unternehmen CAE Aviation gecharterte Maschine vom Typ Fairchild Metroliner Mark III mit der Nase voran zu Boden und ging in einem Feuerball auf. Die sterblichen Reste der getöteten Insassen seien geborgen worden.

Frankreich kündigt Untersuchung an

Medienberichte, wonach es sich um einen Flug der EU-Grenzschutzbehörde Frontex gehandelt habe, wurden dementiert. Das Flugzeug sei im Auftrag des französischen Verteidigungsministeriums auf einer „Aufklärungsmission“ der Zollbehörden im Mittelmeer gewesen, teilte Frankreichs Verteidigungsminister Jean-Yves Le Drian mit. Er kündigte eine Untersuchung des Absturzes gemeinsam mit den maltesischen Behörden an.

Nach Angaben von Maltas Regierung läuft die französische Aufklärungsmission seit fünf Monaten. Demnach sollen die Routen von Schmugglern aufgespürt werden, die zum Beispiel illegal Menschen oder Drogen nach Europa bringen. Das Flugzeug hätte nach einem mehrstündigen Rundflug ohne Zwischenstopp wieder auf Malta landen sollen.

apa/afp

stol