Dies war nur eine der Fragen, um die es gestern bei einem Treffen mit möglichen externen Anbietern ging. <BR /><BR />Vertreter von Sozialgenossenschaften, Jugenddiensten und anderen Anbietern von „Sommerbetreuungswochen“ trafen sich gestern mit Landesrat Achammer, „zu einem offenen Austausch über Vor- und Nachteile“ des von ihm angedachten landesweit einheitlichen Angebotes, mit dem er im kommenden Jahr starten will. <BR /><BR />„Wie wir wissen, gehen die Geburtenzahlen in Südtirol zurück. Um dem entgegenzuwirken, sind auch Vereinbarkeitsmaßnahmen entscheidend“, erklärt Achammer. Weswegen er sich nun bemüht, die Situation im Sinne der Eltern zu verbessern. Die Rückmeldungen der möglichen externen Anbieter – ein Sommerkindergarten nach Trentiner Beispiel ist laut Achammer aus kollektivvertraglicher Sicht in Südtirol nicht möglich – waren gestern jedoch durchaus unterschiedlich, und nicht alle zeigten sich von der Idee begeistert. <h3> Benötigte Personal ist das größte Problem</h3>Größtes Problem: das dafür benötigte Personal. Schon für die derzeitigen Sommerangebote tun sich die Anbieter teils schwer, ausreichend Betreuer zu finden. Zumal der Personalschlüssel für die Sommerbetreuung bei 4 Betreuern auf 24 Kinder liegt, im Kindergarten bei 2. Rechnet man mit einer Nachfrage von 7500 Kindern (70 Prozent der Kindergartenkinder), kommt man mit diesem Schlüssel auf rund 1500 Mitarbeiter. Da aber nicht alle alle Wochen abdecken wollen oder können, müssten rund 2000 Mitarbeiter gefunden werden. Und das noch ohne die Sommerwochen für die Grundschüler. <BR /><BR />Mit der wochenweisen Einschreibung, wie sie derzeit erfolgt, fahre man hier viel besser, gaben einige Anbieter zu bedenken. Besonders schwer sind die ersten Ferienwochen zu besetzen, weswegen Sommerbetreuungswochen derzeit in der Regel erst ab Ende Juni/Anfang Juli angeboten werden. Eine Idee, die man wohl auch für das neue Angebot prüfen wird. Geprüft wird auch der Betreuungsschlüssel, zudem gehe es nun auch darum, die Finanzierung durchzurechnen, erklärte Achammer nach dem Treffen. <h3> „Nichts einfach überstülpen“</h3>Klar wurde allerdings auch, so der Landesrat: „Es gibt Realitäten, da klappt wohl schon derzeit alles optimal, in anderen ist das Angebot schlechter“, so Achammer. Weswegen er nun beteuert, „nichts einfach überstülpen“ zu wollen.<BR /><BR />Das nächste Treffen soll im Mai stattfinden.