Freitag, 17. Juli 2015

Für die Suche nach Elias wird sogar ein Flüsschen ausgebaggert

Der sechsjährige Elias aus Potsdam ist seit mehr als einer Woche verschollen. Auf der Suche nach dem Kind wurde jetzt der Wasserstand eines Flüsschens abgesenkt. Daraufhin begann ein Bagger behutsam im Schlamm zu wühlen, Polizisten waten durch das Wasser.

Seit Tagen helfen Hunderte Freiwillige bei der Suche nach dem kleinen Elias - bisher leider ergebnislos.
Seit Tagen helfen Hunderte Freiwillige bei der Suche nach dem kleinen Elias - bisher leider ergebnislos. - Foto: © APA/EPA

Keller werden durchforstet, Spürhunde sind im Einsatz, der Wasserstand des Flüsschens Nuthe in Potsdam wird abgesenkt: Seit mehr als einer Woche sucht die Polizei nach dem sechsjährigen Elias. Doch bisher bleibt der Junge aus dem Stadtteil Schlaatz spurlos verschwunden.

Auch die bis Freitagnachmittag eingegangenen rund 550 Hinweise brachten bisher keinen Durchbruch. Nach wie vor ist völlig unklar, was mit dem Kind passiert ist, das zuletzt am 8. Juli auf einem Spielplatz gesehen worden war.

Er gehe davon aus, dass auch am Samstag noch aktiv gesucht werde, sagte ein Polizeisprecher. Am Freitag wurde der Wasserstand der Nuthe, die an Schlaatz vorbeifließt, um maximal etwa 25 Zentimeter abgesenkt. Dies sollte das Ausbaggern des Schlammbodens erleichtern. Die Polizei untersuchte den Untergrund des Flüsschens. Gesucht wurde an einer Stelle, an der zuvor Spürhunde angeschlagen hatten. Bis zum Freitagnachmittag blieb die Suche ohne Ergebnis. „Es hat sich noch nichts ergeben“, sagte der Sprecher.

Am Abend wurden die Arbeiten unterbrochen, sie sollen am Samstag fortgeführt werden.

Seit Wochenanfang wird auch im nahen Berlin auf großen digitalen Infotafeln nach dem blonden Jungen gefahndet. Auf den Infoscreens hat die Initiative Vermisste Kinder die offiziellen Suchplakate der brandenburgischen Polizei geschaltet. Zu sehen ist das Plakat mit Foto, Beschreibung des Erstklässlers sowie den offiziellen Kontaktdaten der Polizei Potsdam.

Eine ähnliche Aktion gab es bereits für die seit Anfang Mai vermisste fünfjährige Inga aus Sachsen-Anhalt. Sie verschwand bei Stendal, mehr als 100 Kilometer von der brandenburgischen Landeshauptstadt entfernt.

dpa

stol