<b>von Micaela Taroni</b><BR /><BR />Vor wenigen Monaten wurde in Rom ein Jogger von 3 Kampfhunden angegriffen und dabei so schwer verletzt, dass er noch vor Ort verstarb. <a href="https://www.stol.it/artikel/chronik/15-monate-altes-kind-von-2-pittbull-totgebissen" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Am Montag kam es zu einem ähnlichen Vorfall, bei dem ein 13 Monate altes Kleinkind ums Leben kam.</a> Jetzt gibt es Forderungen nach klaren Konsequenzen, um tödliche Attacken von Kampfhunden auf Menschen künftig zu vermeiden.<BR /><BR /><BR />Der italienische Konsumentenschutzverband Codacons verlangt nach dem neuerlichen tödlichen Angriff die Einführung einer Lizenz für Besitzer von Kampfhunden wie Pitbulls oder Rottweiler. „Es besteht kein Zweifel daran, dass es Hunderassen gibt, die für den Menschen potenziell gefährlich sind, und dass ihre Verbreitung auch aufgrund von Modetrends stark zunimmt. Genau deshalb fordern wir, natürlich ohne die Tiere zu verteufeln, eine 'Führerscheinpflicht' für Halter von besonders kräftigen und gefährlichen Hunden“, so Codacons-Präsident Carlo Rienzi. <BR /><BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1021065_image" /></div> <BR /><h3> Liste von 17 „gefährlichen“ Hunderassen</h3><BR />In Italien werden jedes Jahr etwa 70.000. Hundeangriffe auf Menschen gemeldet. Eine Liste von 17 „gefährlichen“ Hunderassen wurde 2007 in einem Erlass des Gesundheitsministeriums veröffentlicht. Dazu gehörten einige Rassen wie Rottweiler, Amerikanische Bulldogge, Argentinischer Dogo und Pitbull. Die „Schwarze Liste“ der Hunderassen war als Reaktion auf eine Reihe von Vorfällen mit aggressiven Hunden eingeführt worden, die in den Medien für Aufsehen gesorgt hatten. Von Anfang an wurde jedoch von verschiedenen Berufsverbänden und Fachleuten (Ethologen, Tierärzten, Hundetrainern und Züchtern) Kritik geäußert. <BR /><h3> „Aggressivität eines Hundes nicht von der Rasse abhängig“</h3><BR />Die Ethologen hatten insbesondere hervorgehoben, dass die Aggressivität eines Hundes nicht von der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Rasse abhängt, sondern von der Umgebung, in der er lebt, und von der Erziehung, die er erfährt. Diese Kritiken und Bewertungen hatten 2009 zur Abschaffung der Liste geführt. Seitdem gibt es keine „Schwarze Liste“ der Hunderasse mehr. <BR /><h3> Kind aus Armen des Onkels gerissen</h3><BR />Zur tödlichen Attacke auf den 13 Monate alten Bub war es am Montag in Campolongo in der Nähe der süditalienischen Stadt Salerno gekommen. 2 Pitbulls griffen das Kleinkind an und verletzten es dabei tödlich. Das Kind war einer ersten Rekonstruktion des tragischen Vorfalls zufolge in Begleitung seines Onkels, als die Kampfhunde es aus den Armen des Mannes rissen, wie italienische Medien unter Berufung auf die Carabinieri berichteten. Die Mutter habe noch versucht, das Kleinkind aus den Fängen der Hunde zu retten, was ihr jedoch nicht gelang. <BR /><BR /><BR />Die Familie hatte sich Medienberichten zufolge am Morgen auf einem Platz vor einem 2-stöckigen Haus aufgehalten. Die Pitbulls sollen aus dem Haus gerannt sein und das Kind sofort angegriffen haben. Der Onkel blieb demnach unverletzt. Die Hunde gehörten einem Freund der Mutter des Kleinkindes. Sie wurde mit tiefen Bisswunden ins Spital eingeliefert, schwebte jedoch nicht in Lebensgefahr, berichteten italienische Medien gestern. Die Polizei nahm Ermittlungen auf. <BR /><BR /><BR />In Italien kommt es immer wieder zu tödlichen Beißattacken von Hunden. Bei einem Lauf in der Nähe von Rom war im Februar ein Jogger von 3 Rottweilern attackiert und getötet worden. Der 39-jährige Mann wurde in einem Park der Kleinstadt Manziana von den Hunden zu Tode gebissen. Passanten entdeckten später seine entstellte Leiche. 2017 war ein einjähriges Mädchen von 2 Pitbulls totgebissen worden.<BR />