Genau hier setzt das neue Projekt „NatUrA – Nature in Urban Areas“ an. Kürzlich fand in Bozen das Auftakttreffen statt.<BR /><BR /> Die Hitze hat Südtirol derzeit fest im Griff: Bis zum Wochenende sollen die Temperaturen im Land auf bis zu 37 Grad Celsius klettern. Einmal mehr zeigt sich, wie wertvoll grüne Inseln in Dörfern und Städten sind. Genau hiermit beschäftigt sich das grenzüberschreitende Projekt „NatUrA“, das in Südtirol, Tirol und Kärnten ausgetragen und vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz koordiniert wird. <BR /><BR />Ziel ist es, in einigen Pilotgemeinden konkrete Maßnahmen für die Biodiversität umzusetzen – unter Einbindung der lokalen Bevölkerung und mit gezielter Unterstützung, Fortbildung und Wissensaufbau für Gemeindepersonal und Fachleute aus dem Bereich Grünraumplanung. Pilotgemeinden in Südtirol sind Kurtinig, Jenesien, Marling und Niederdorf. <BR /><BR />In kleinen Siedlungen fehlen in Sachen grüne Inseln nämlich weitgehend die geeigneten Werkzeuge. „Für Städte gibt es bereits Studien und Best-Practice-Beispiele, doch für ländliche Gebiete und kleine Ortschaften wurde das Thema bisher kaum aufgegriffen“, erklärt Hanspeter Staffler, Geschäftsführer des Dachverbands. „Mit diesem Projekt wollen wir diese Lücke schließen.“ <h3> Von Bildung bis zu konkreten Maßnahmen</h3>Die Handlungsfelder sind vielfältig: von der Reduzierung der Bodenversiegelung – weniger Asphalt, mehr durchlässige Beläge, mehr Grün- und Wasserflächen – über eine biodiversitätsfreundliche Bauweise, angefangen bei der Materialwahl bis hin zur Gebäudegestaltung, bis zur naturnahen Pflege von Grünflächen, mit Blick auf die Artenauswahl und eine insekten-, vogel- und kleintierschonende Bewirtschaftung. <BR /><BR />Diese Maßnahmen sollen gleichzeitig die Biodiversität fördern, die Klimaresilienz stärken und die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum verbessern. Denn kleine Veränderungen können einen großen Unterschied machen – und Gemeinden können dabei Vorreiter und Vorbilder für Bevölkerung und Privatwirtschaft sein. Ein Wandel, der nicht nur technisch, sondern auch kulturell ist. <BR /><BR />Begleitend sind zahlreiche Bildungsangebote geplant, von Fachveranstaltungen für Profis bis hin zu erlebnisorientierten Formaten für Kinder und Jugendliche.<BR /><BR />Am Projekt nehmen teil: das Ökoinstitut Südtirol, die Plattform Land und das Bildungshaus Kloster Neustift in Südtirol, die Stadt Villach und der Verein Naturpark Dobratsch in Kärnten sowie die Universität Innsbruck in Tirol. Das Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des grenzüberschreitenden Kooperationsprogramms Interreg Italia-Österreich kofinanziert. Für die finanzielle Unterstützung bei der Projektentwicklung dankt der Dachverband der Stiftung Südtiroler Sparkasse.