Dienstag, 21. Februar 2017

Fukushima: Greenpeace warnt vor Aufhebung der Evakuierungszone

Die japanische Regierung will die Evakuierungszone um den havarierten Atomreaktor von Fukushima aufheben.

Foto: © LaPresse

Damit gefährdet die Regierung Menschen, die ab kommenden Monat zurück in ihre verstrahlten Häuser ziehen sollen, warnte Greenpeace am Dienstag. Die NGO berief sich dabei auf tausende Messungen, die Aktivisten im November 2016 in der Präfektur Fukushima vorgenommen haben.

Dabei wurden erstmals verschiedene Messmethoden miteinander kombiniert. Die japanische Regierung unterstützt mit dem geplanten Ende der Evakuierung den Betreiber des AKW Tepco, der dann keine Entschädigung mehr an die betroffene Bevölkerung zahlen muss. „Das muss aufhören, die Menschen müssen finanziell entschädigt werden, wenn sie sich gegen einen Rückzug in die belasteten Gebiete entscheiden“, forderte Adam Pawloff, Anti-Atomsprecher von Greenpeace in Österreich.

Die intensiv untersuchten Häuser liegen kilometerweit voneinander entfernt und haben eins gemeinsam: Der von der Regierung durch Dekontamination angestrebte Wert von 0,23 Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) in einem Meter Höhe über dem Boden wird auf allen Grundstücken massiv überschritten.

apa

stol