Bei dem Opfer handelt es sich um den 64-jährigen Franco Iacovo. Er wurde am Sonntag in der Nähe seines Hauses in Cetraro in der Region Kalabrien tot aufgefunden, nachdem er von Wildschweinen attackiert wurde.<BR /><BR />Die Ermittlungen der Carabinieri der Stadt Paola sind im Gange, um die genaue Dynamik des Vorfalls zu rekonstruieren. In einigen Gegenden Kalabriens hatten die Behörden vor der Präsenz von Wildschweinen auch in unmittelbarer Nähe von Ortschaften gewarnt. Iacovo hatte schon seit einiger Zeit versucht, das Eindringen von Wildschweinen in seinen Garten zu verhindern, indem er Fallen aufgestellt hatte.<BR /><BR />Nach dem Tod des Mannes ordnete die Staatsanwaltschaft von Paola eine Autopsie an, um festzustellen, ob die Todesursache auf die erlittenen Verletzungen oder auf einen Herzinfarkt zurückzuführen ist, der kurz nach dem Angriff der Wildschweine auftrat. Die Ermittler versuchen insbesondere zu klären, ob der 64-Jährige von einem einzelnen Exemplar angegriffen wurde, das in eine der Fallen getappt war, oder ob er von mehreren Tieren attackiert wurde. <BR /><BR />Über zwei Millionen Wildschweine gibt es in Italien. Der Bauernverband Coldiretti rief zuletzt die Behörden zur Erlegung der Tiere auf, die sich in den vergangenen Jahren sehr vermehrt haben. Auch im Straßenverkehr seien die Tiere gefährlich. Die Zahl der von Wildschweinen verursachten Unfälle ist in den letzten Jahren stark gestiegen. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1141794_image" /></div> <BR />Eine Million Wildschweine will Italien - auch mit Hilfe des Heeres - in den nächsten drei bis fünf Jahren töten und damit die Population um 60 bis 80 Prozent reduzieren. <a href="https://www.stol.it/artikel/politik/italien-setzt-heer-gegen-schweinepest-ein" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">(Wir haben berichtet)</a> Damit soll auch die sogenannte Afrikanische Schweinepest in Schranken gehalten werden, die sich in den vergangenen Monaten in mehreren Regionen ausgebreitet hat.