Nach den Rekonstruktionen der Carabinieri Perugia waren die beiden jungen Männer Francesco und Giacomo Fierloni gegen 20.00 Uhr von zu Hause aufgebrochen. Ihr Ziel war es, eine landwirtschaftlich genutzte Hütte zu erreichen, um einige Vögel – vermutlich Tauben – zu entfernen. Dazu hatten sie ein langes teleskopierbares Rohr aus Carbon und Aluminium bei sich.<BR /><BR />Das Drama ereignete sich laut ersten Informationen gegen 23.00 Uhr: In einem unwegsamen und schwer zugänglichen Waldgebiet soll das Metallrohr versehentlich mit den Hochspannungsleitungen eines nahegelegenen Strommasts in Berührung gekommen sein. Der Kontakt löste eine tödliche elektrische Entladung aus, die den Zwillingsbrüdern keine Überlebenschance ließ.<h3> Vater entdeckte seine Söhne</h3>Die schreckliche Entdeckung machten gegen Mitternacht der Vater, ein Bruder und ein weiterer Angehöriger der jungen Männer, nachdem diese nicht nach Hause zurückgekehrt und auch übers Handy nicht erreichbar waren. Vor Ort rückten sofort zwei Rettungsteams des 118 sowie die Feuerwehr an.<BR /><BR />Wie „Il Resto del Carlino“ berichtet, war die Stärke der Entladung so groß, dass alle verzweifelten Wiederbelebungsversuche durch das Rettungspersonal erfolglos blieben. Die Bergungsarbeiten gestalteten sich aufgrund der Geländebeschaffenheit besonders langwierig und schwierig; die Feuerwehr war mehrere Stunden im Einsatz, um das Gebiet zu sichern und den Abtransport der Leichen zu ermöglichen.<BR /><BR />Die Ermittlungen der Carabinieri dauerten die ganze Nacht an, um den genauen Verlauf des Rohrs und die Position der Brüder zum Zeitpunkt des Kontakts mit dem Strommast exakt zu rekonstruieren. Derzeit gilt ein tragischer Unfall als einzige von den Ermittlern verfolgte Hypothese. <BR /><BR />Die lokale Gemeinschaft steht unter Schock über den Verlust der jungen Männer.