Donnerstag, 07. April 2016

Fußball verbindet: Kick it like FCS

Flüchtlinge aus mehreren Aufnahmezentren im Land spielten am Mittwoch gemeinsam mit Profispielern und Spielern der A-Jugend des FC Südtirol im Bozner Drususstadion.

Barrieren und Vorurteile abbauen hieß es beim Fußballturnier.
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Barrieren und Vorurteile abbauen hieß es beim Fußballturnier. - Foto: © STOL

"Menschen, die alles verloren haben, suchen nach Halt und Sinn: Gerade in einer solchen Situation ist es wichtig, wenn sie sich einer Gruppe zugehörig fühlen können – und wenn nur für die Dauer eines Fußballturniers", betonte Sportlandesrätin Martha Stocker anlässlich des Internationalen Tages des Sports für Entwicklung und Frieden. 

In diesem Sinne fand im Drususstadion in Bozen ein Fußballturnier mit den Flüchtlingen der Aufnahmezentren und den "Berretti" des FC-Südtirol statt. Neben Spielern der A-Jugend national traten auch Hannes Fink, Michael Cia, Fabian Tait, Gabriel Brugger, Alberto Spagnoli und Daniele Sarzi vom FC Südtirol und die Asylantragsteller in gemischten Gruppen im freundschaftlichen Turnier gegeneinander an. 

Solidarität, Respekt und Toleranz stehen im Mittelpunkt eines Fußballturniers anlässlich des Internationalen Tages des Sports für Entwicklung und Frieden. 

Anwesend war auch der Trainer der ersten Mannschaft Giovanni Stroppa. Den Anstoß zu Beginn des besonderen Turniers gaben Sportlandesrätin Stocker und der Präsident des FC Südtirol Walter Baumgartner.

„Gerade in der heutigen Zeit ist es sehr wichtig, das Verbindende in den Mittelpunkt zu stellen, und Fußball ist nun mal der Sport, der am meisten verbindet. Deshalb haben wir gerne mitgemacht“, sagte FC Südtirol-Präsident Walter Baumgartner.

Der von der Generalversammlung der Vereinten Nationen im August 2013 eingeführte Tag des Sports für Entwicklung und Frieden soll die Werte des Sports wie Fairness, Zusammenarbeit und Respekt vor den Gegnern fördern.
Und so war das Ergebnis der 3 gespielten Partien am Mittwoch schlichtweg Nebensache. 

"Mit dieser Initiative wollten wir ein Zeichen einer gelebten Solidarität setzen", lud die Landesrätin die Südtiroler Bevölkerung zu diesem besonderen Fußballturnier ein.

Die Zuschauer kamen zahlreich. - Foto: STOL

In den Aufnahmeeinrichtungen in Südtirol leben aktuell 887 Asylantragsteller aus mehr als 15 Herkunftsländern, wobei sich neben den Vereinigungen Caritas und Volontarius vor allem ehrenamtliche Mitarbeiter in den zehn gastgebenden Gemeinden um Begegnungen zwischen Einheimischen und Flüchtlingen bemühen.
"Dieser Kontakt – unabhängig davon ob bei einem Sprachkurs, einem Praktikum oder einem freiwilligen Arbeitseinsatz ist letztendlich für eine gelingende Integration entscheidend", dankte Landesrätin Stocker bei dieser Gelegenheit allen, die sich seit Monaten in der Flüchtlingshilfe engagieren. 

stol

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