Mittwoch, 07. Dezember 2016

Fußballteam abgestürzt: Chef der Fluggesellschaft in Haft

Der Chef der für den Flugzeugabsturz in Kolumbien verantwortlichen Chartergesellschaft LaMia ist festgenommen worden.

Zerschellt, zerborsten, zerstört: Der Großteil der LaMia-Passagiere hatte keine Chance.
Zerschellt, zerborsten, zerstört: Der Großteil der LaMia-Passagiere hatte keine Chance. - Foto: © LaPresse

Zudem wurden am Dienstagabend (Ortszeit) im bolivianischen Santa Cruz zwei weitere LaMia-Angestellte festgenommen, wie die zuständige Staatsanwaltschaft mitteilte. Zuvor waren Büros durchsucht worden.

Der Charterfluggesellschaft wird vorgeworfen, zu wenig Treibstoff für den Flug von Santa Cruz in die kolumbianische Stadt Medellin an Bord gehabt zu haben. Sie stürzte am 28. November ab, 71 Menschen starben. Das brasilianische Fußballteam Chapecoense war auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atletico Nacional.

Noch am Dienstag hatte die Deutsche Presse-Agentur mit dem Chef von LaMia telefoniert, er hatte aber einen Kommentar zu den Vorwürfen abgelehnt, bei weiteren Versuchen ging nur noch eine Frau ans Telefon. Die bolivianische Regierung hat LaMia die Lizenz entzogen.

Die Ermittlungen konzentrieren sich darauf, warum es zu dem Absturz kommen konnte, ob zum Beispiel ein notwendiger Tankstopp einfach nicht eingelegt wurde.

apa/dpa

stol