Auffällig ist, dass 60 der Opfer – also die Hälfte – älter als 65 Jahre waren. Damit zählen vor allem ältere Menschen zu den besonders gefährdeten Verkehrsteilnehmern.<BR /><BR />Nach Angaben des Observatoriums für Verkehrssicherheit (ASAPS) starben im ersten Quartal 116 Fußgänger. Das entspricht einem Anstieg von 9,4 Prozent gegenüber den 106 Todesopfern im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im Detail wurden 47 Todesfälle im Jänner, 29 im Februar und 40 im März registriert. Vier weitere Todesfälle kamen zu Beginn des Aprils hinzu, was den anhaltend negativen Trend unterstreicht.<BR /><BR />Besonders alarmierend ist der hohe Anteil tödlicher Unfälle auf Zebrastreifen: 58 der 120 Opfer (48,3 Prozent) wurden beim Überqueren der Straße auf gekennzeichneten Übergängen erfasst. Zudem registrierte ASAPS 13 Fälle von Fahrerflucht, bei denen die Unfallverursacher ohne Hilfeleistung die Unfallstelle verließen – der jüngste Fall ereignete sich Ende März in Vicenza. Auch mehrere Fälle, in denen Fußgänger auf dem Gehweg von Fahrzeugen erfasst wurden, zeigen, wie gering die Sicherheit selbst in eigentlich geschützten Bereichen ist.<BR /><BR />Ein weiteres düsteres Bild zeichnete das Osterwochenende: Von Freitag bis Sonntag kamen laut ASAPS mindestens 26 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben – eine vorläufige Zahl, da die Datenerhebung noch nicht abgeschlossen ist. Unter den Opfern befanden sich elf Motorradfahrer, zehn Autofahrer, drei Fußgänger und zwei Radfahrer. In einem Fall wird noch geprüft, ob ein gesundheitliches Problem zum Unfall geführt haben könnte. Die Zahlen verdeutlichen einmal mehr den Handlungsbedarf bei der Verkehrssicherheit in Italien.