Am vergangenen Montagmittag wurde von der SASA für rund 60 Marlinger Schüler, die in Algund die Mittelschule besuchen, ein Kleinbus mit knapp 30 Plätzen – Stehplätze inklusive – geschickt. „12-, 13-Jährige mussten an der Haltestelle zurückbleiben, weil der Kleinbus sie nie und nimmer alle mitnehmen konnte. Das darf einfach nicht sein“, macht ein Marlinger Vater seinem Ärger Luft. <BR /><BR />Die Schulbuslinie Marling-Algund und zurück „ist die einzige direkte Verbindung. Fällt der Bus aus und das passiert öfters, müssen wir die Kinder zur Schule bringen oder eben in Algund abholen“, sagt ein weiterer Vater. Komme der Schulbus nicht, müssten die Mittelschüler den Bus 217 nehmen, zum Meraner Bahnhof fahren, dort auf den 212er umsteigen und über Untermais nach Marling fahren, das dauert rund eine Dreiviertelstunde, sagen die entnervten Väter. Am Montag hätten sie sofort Meldung an die Carabinieri von Tscherms und Bürgermeister Felix Lanpacher gemacht.<BR /><BR />Auch dem Marlinger Bürgermeister reicht's. „Unser Mobilitätsreferent hat bereits am Montag beim Landesamt für öffentlichen Personennahverkehr reklamiert. Wir haben bereits öfters reklamiert, denn es passiert immer wieder. Daher sind wir sehr enttäuscht. Wir haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, aber bis jetzt hat das nicht genutzt. Es ist eine ganze Litanei an Beschwerden. Da platzt uns ,gach‘ der Kragen, denn es geht um Kinder. So kann und darf es nicht weitergehen“, rüffelt Lanpacher die SASA.<BR /><BR />„SASA ist darum bemüht, einen effizienten und zuverlässigen Dienst zu erbringen. Tatsächlich war am Montag ein falscher, weil zu kleiner Bus, eingesetzt worden. Dabei handelt es sich um einen Einzelfall. SASA hat bereits in Vergangenheit auf Meldungen umgehend reagiert und wird das auch weiterhin tun. Wir sind um einen konstruktiven Dialog – auch mit der Gemeinde – bemüht“, lässt die SASA wissen. Auch die am Montag erhaltenen Beschwerden würden sehr ernst genommen.