„Es kommen Leute auf Fahrrädern, Leute auf Motorrädern – Einheimische wie Gäste, die sich aufregen, wenn sie verschickt werden“, sagt Plank. Ab sofort werden Schaulustige angezeigt.<BR /><BR />„Da kommen Leute auf ihren Motorrädern, sagen, dass sie von Terlan kommen und beschweren sich dann, dass sie weggeschickt werden, weil nichts ausgeschildert wäre. Dabei wird überall mit Schildern drauf hingewiesen, dass die Haflinger Straße gesperrt ist“, sagt die Bürgermeisterin. Mittwoch Nachmittag hat es dann an der Baustelle „gekracht“. „Ja, man hat mir mitgeteilt, dass es Stunk gegeben hat, weil Schaulustige weggeschickt wurden. Diese Leute sind ein Sicherheitsrisiko. Es handelt sich um ein sehr instabiles Gelände. Die Leute sollen sich zur eigenen Sicherheit von der Abbruchstelle fernhalten“, unterstreicht Sonja Plank. Zudem stellten sie eine Behinderung für die laufenden Arbeiten dar.<BR /><BR />Bis jetzt liegt es an den Baufirmen und Feuerwehrleuten, diese Gaffer zu verschicken. Künftig sollen Gaffer der Gemeinde gemeldet werden, damit diese Anzeige erstatten kann. „Das soll der Abschreckung dienen, denn die Unternehmen sollen in Ruhe arbeiten können. Ich gehe auch nur dorthin, wenn etwas vor Ort besprochen werden muss, sonst halte ich mich fern“, sagt die Bürgermeisterin. Aber diese Schaulustigen seien mittlerweile auch ein Problem bei Verkehrsunfällen. „Leute, die nur stehen bleiben, um zuzuschauen“, merkt Plank an, die als Bürgermeisterin nicht nur oberste Zivilschützerin ist, sondern auch in den Reihen der Haflinger Feuerwehr Dienst tut. „Wir sind nach den Unwetterschäden im Dorf dabei laufend die To-do-Liste zu priorisieren und abzuarbeiten und dann bekommen wir laufend Anfragen, wie lange die Leute noch den Umweg über Vöran, Mölten machen müssen“, sagt sie fast ungläubig. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1331283_image" /></div> <b><BR /><BR />Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider</b> (Bild) weiß um das Problem von Schaulustigen bei Baustellen. „Ich appelliere an alle, Vernunft walten zu lassen. Die Baustelle ist gefährlich. Seit heute werden Sprengungen durchgeführt“, sagt Alfreider. Um die Landesstraße so schnell wie möglich wieder öffnen zu können, habe man diesmal „mitten in der Nacht eine Ausschreibung vorbereitet, damit die Arbeiten um 6 Uhr morgens beginnen konnten. Dann kann es nicht sein, dass Schaulustige die Arbeiten möglicherweise auch noch behindern“. Zudem gelte es Respekt jenen zu zeigen, die in Meran durch die Mure ihr Zuhause verloren haben, so Landesrat Daniel Alfreider.