Der Betrug begann bereits im Frühjahr 2023, als die beiden Tatverdächtigen erstmals in Kontakt mit dem Rentner traten. Sie gaben sich als bedürftige Migrantinnen aus, die vor dem Krieg geflohen seien. Die Sinti-Frauen schufen damit eine emotionale Bindung zu dem Mann, die hauptsächlich auf falschen Behauptungen beruhte.<BR /><BR />Der ältere Mann hatte Mitleid und begann hohe Geldbeträge abzuheben und alltägliche Einkäufe für die Frauen zu tätigen. Da er zuvor stets sehr sorgsam mit seinem Geld umgegangen war, wurde durch den drastischen Wandel die Aufmerksamkeit der Behörden geweckt.<BR /><BR />Besorgt über die plötzlichen und ungewöhnlichen Transaktionen auf dem Konto des Mannes, leiteten die Carabinieri von Burgstall eine eingehende Untersuchung ein. Die hohen Bargeldabhebungen und Einkäufe in Geschäften, die untypisch für eine Person seines Alters waren, weckten den Verdacht des Betruges. <h3> Skrupellose Methoden eingesetzt</h3>Die Frauen nutzten die Einsamkeit ihres Opfers schamlos aus. Besonders perfide war der Einsatz eines 4-jährigen Kindes, um das Mitleid des Seniors weiter zu verstärken. Mit immer verzweifelteren Forderungen überzeugten sie ihn auch für das vermeintliche Wohl des Kindes zu sorgen.<BR /><BR />Parallel zu diesem Fall wandte sich auch eine ältere Frau an die Carabinieri, nachdem sie ins Visier der Betrügerinnen geraten war. Bei der Frau handelt es sich um eine Seniorin aus einem Pflegeheim in Tscherms. Sie berichtete, dass sie von den Frauen aggressiv angesprochen und zum Einsteigen in ein Auto gedrängt worden sei, um ihnen dort ihr Geld zu geben.<BR /><BR />Nachdem die Beamten umfangreiche Beweise gesammelt hatten, wurden die beiden Frauen wegen schweren Betrugs und der Ausnutzung einer schutzbedürftigen Person festgenommen und unter Hausarrest gestellt.<BR /><BR />Die Carabinieri setzen auch in Zukunft ihre Bemühungen fort, um ähnliche Fälle zu verhindern. Hierfür wird die Aufklärungsarbeit in der Bevölkerung intensiviert und Informationsveranstaltungen organisiert, um insbesondere ältere Menschen vor solchen Machenschaften zu schützen.