Dann nämlich, wenn die Kondominienverwalter die Abschlussrechnung für die Gaskosten machen. <BR /><BR />Derzeit liegt die Inflation bei knapp 10 Prozent, „und das nur, weil die Regierung zahlreiche Maßnahmen gesetzt hat, die die Preissteigerungen abgedämpft haben. Sonst wäre es noch viel, viel schlimmer“, sagt Gunde Bauhofer von der Verbraucherzentrale. Und was künftig noch auf uns zukommt, lässt sich noch gar nicht sagen. „Das wäre wie Kaffeesatz lesen“, so Bauhofer. <BR /><BR />Absehbar, weil es mit Verzögerung beim Endverbraucher landet, sind erhebliche Nachzahlungen für Heiz- und Warmwasserkosten in Mehrfamilienhäusern. Vor allen Dingen, wo mit Gas geheizt wird, dürften die Abschlussabrechnungen den Bewohnern die Tränen in die Augen treiben. „Die Verwalter berechnen die Vorabraten aufgrund der Kosten des vergangenen Jahres“, erklärt Bauhofer. „Hat also ein Verwalter vergangenes Jahr im Oktober die Abschlussrechnung gemacht, dann hat er die aktuellen erheblichen Preissteigerungen beim Gas in die heuer zu zahlenden Monatsraten gar nicht einrechnen können“, so die Verbraucherschützerin. <BR /><BR />„Bei einer Preissteigerung von 80 bis 100 Prozent kann man sich ausmalen, was dann bei der diesjährigen Abschlussrechnung an Nachzahlungen auf den einzelnen zukommt. Bisher haben das viele nämlich noch gar nicht abbekommen“, sagt Gunde Bauhofer – und befürchtet Schlimmes. <BR />Und wer sein Häuschen per Kredit finanziert hat und noch abzahlt, der könnte ebenfalls demnächst böse Überraschungen erleben. Dann nämlich, wenn der Kredit mit einem flexiblen Zinssatz abgeschlossen wurde.<BR /><BR />Energiepreise außer Rand und Band, gestiegene Lebensmittelpreise, teurere Konsumgüter (auch hier sind die gestiegenen Energiekosten der Preistreiber) – und dann noch steigende Kreditzinsen – das bringt immer mehr Südtiroler in Schwierigkeiten. <BR /><BR />Als Verbraucher ist man ziemlich machtlos, weiß Gunde Bauhofer. Auch bei Preissteigerungen, die sich eigentlich nicht erklären lassen, wie beispielsweise die von Holzpellets. „Einen Engpass beim Rohstoff hat es hier nicht wirklich gegeben, dennoch haben auch hier die Preise angezogen“, so Bauhofer. Was bleibt, ist tatsächlich den Gürtel enger zu schnallen. Und bei allen Ausgaben genau hinzuschauen.