Mittwoch, 21. Oktober 2020

Gebeine von Kaiserjäger im Trentino entdeckt

Die sterblichen Überreste eines österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg sind am Berg Civerone im Trentino entdeckt worden. Dank eines Knopfes der Uniform konnte der Tote als Kaiserjäger identifiziert werden. Entdeckt wurde auch die Kugel, die den Soldat traf, berichteten Trentiner Medien. Die sterblichen Überreste wurden von Förstern entdeckt, die in den Wäldern des Civerone unterwegs waren.

Die Gebeine sollen bei einer Zeremonie im österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof am Berg Civerone bestattet werden.
Die Gebeine sollen bei einer Zeremonie im österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof am Berg Civerone bestattet werden. - Foto: © pat
Die geborgene Leiche wurde in die Gemeinde Castelnuovo gebracht. Die Gebeine sollen bei einer Zeremonie im österreichisch-ungarischen Soldatenfriedhof am Berg Civerone bestattet werden. In der Gegend hatte sich zwischen dem 10. und dem 29. Juni 1917 eine Bergschlacht abgespielt, bei der 25.000 italienische und 9.000 österreichische Soldaten ums Leben kamen.

Wegen der Gletscherschmelze waren im Trentino in den vergangenen Jahren wiederholt Überreste von Soldaten aus den Kriegszeiten entdeckt worden. Die sterblichen Überreste eines österreichischen Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg wurden im September in Crozzon di Lares im Adamello-Massiv im Trentino auf einer Höhe von 3.150 Metern entdeckt worden. Zwei Alpinisten fanden den Toten in einem Gletscher. Sie alarmierten die Carabinieri, die zusammen mit Bergführern die Leiche bargen.

ansa/stol