Mittwoch, 25. Dezember 2019

Geburt Christi wird seit 336 gefeiert

Weihnachten wird als Hochfest der Geburt Christi am 25. Dezember gefeiert. Mit Ostern und Pfingsten gehört es zu den 3 Hauptfesten im Kirchenjahr. Es wurde 336 erstmals in Rom gefeiert.

Die Geburt Christi am linken Seitenaltar der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Meran.
Die Geburt Christi am linken Seitenaltar der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus in Meran. - Foto: © Evangelische Gemeinde

Das Wort Weihnachten stammt von der mittelhochdeutschen Wendung „ze wihen naht“, was mit „geweihte, heilige Nacht“ übersetzt wird.

Der römisch-katholische Weihnachtsfestkreis dauert vom ersten Adventssonntag bis zum Fest Taufe des Herrn am ersten Sonntag nach dem 6. Januar, der auch als Dreikönigstag bekannt ist.

Die Weihnachtszeit eröffnet das Kirchenjahr und ist so zeitlicher Vorläufer der Osterzeit. Symbolisch wird mit dem in der Geburtsnacht Jesu erschienenen Licht auf das Licht der Osternacht hingedeutet.

Die Symbolik des Lichtes spielt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Entstehung von Weihnachten.

Denn hinter dem 25. Dezember steht nicht das geschichtliche Geburtsdatum Christi. Vermutlich – so die vorherrschende Meinung der Forscher – scheint das Datum eine Reaktion der römischen Christen auf ein heidnisches Staatsfest gewesen zu sein: das Geburtsfest des unbesiegbaren Sonnengottes.

Nach einer Kalendernotiz wird die Feier der Geburt Christi am 25. Dezember zum ersten Mal im Jahr 336 in der Stadt Rom gefeiert.

Dass die Weihnachtsfeier das Fest des Sonnengottes abgelöst hat, zeigt, dass nach dem Zeitalter der Christenverfolgungen der christliche Glaube zu boomen begann.

Die christliche Umwidmung des ursprünglich heidnischen Festes ist insofern nicht abwegig, als im Neuen Testament Christus selbst das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12) genannt wird und als das „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“ (Johannes 1,9) in diese Welt gekommen ist.

Während die antiken Kulturen den 25. Dezember als Tag der Wintersonnenwende feiern, wird Weihnachten als Geburtstag von Jesus Christus aus christlicher Perspektive zur Sonnenwende der Weltgeschichte.

Dahinter steht der Glaube, dass am Ende der Zeit in Christi Wiederkunft alle Finsternis überwunden sein wird. Weihnachten ist also weit mehr als nur das Gedächtnis des Geburt Christi.

Nicht das Bedürfnis neben Tod und Auferstehung Christi auch seine Geburt feiern zu wollen, ist hier ausschlaggebend, sondern Jesu Christi Person und sein Heilswerk erhalten mit dem Weihnachtsfest bleibende Geltung.

fm