Landeshauptmann Luis Durnwalder hat am Mittwoch – gemeinsam mit Johanna Plasinger Scartezzini vom Landestatistikamt Astat und Giuseppi Stassi vom Istat – die Ergebnisse der Volkszählung vorgestellt.Die Daten waren im Herbst 2011 gesammelt worden.Daraus geht hervor: Die Gesamtbevölkerung ist auf mittlerweile 511.000 Menschen angewachsen.Dabei nimmt der Anteil der älteren Menschen genauso zu, wie die Zahl der unehelich geborenen Kinder und der Zuwanderer.Von 2001 auf 2011: Zahl der Ausländer mehr als verdoppeltDie Daten bilden klare Entwicklungen ab: Der zahlenmäßige Anstieg der Südtiroler Bevölkerung ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Südtiroler immer älter werden und die Zuwanderung zugenommen hat.„Der Zuwachs der Bevölkerung von der Volkszählung 2001 bis zur Volkszählung 2011 beträgt 42.000 Personen und ist zu etwa zwei Dritteln auf die Zuwanderung zurückzuführen", erklärte Landeshauptmann Durnwalder.Die in Südtirol wohnhafte ausländische Bevölkerung hat sich seit der Volkszählung 2001 mehr als verdoppelt und ist von 14.336 auf 39.396 Menschen angestiegen.Geburtenrate stagniertZudem verteilt sich das Bevölkerungswachstum nicht gleichmäßig auf alle Altersklassen, sondern ist bei den Älteren deutlich höher.Die Gruppe der über 80-Jährigen ist beispielsweise von 2001 bis um 55 Prozent angewachsen.Während die Menschen immer älter werden, stagniert dagegen die Geburtenrate.Dass sie nicht im Sinken begriffen ist, liegt an der höheren Kinderzahl der zugewanderten Bevölkerung: Rund 20 Prozent der Neugeborenen haben Eltern, die nicht in Südtirol geboren sind.Die Südtiroler Frau lebt deutlich länger als Mann50,6 Prozent der Südtiroler sind Frauen. Sie haben mit 85,1 Jahren eine deutlich höhere Lebenserwartung als die Männer mit 79,9 Jahren.Das Durchschnittsalter der Gesamtbevölkerung ist seit 1991 von 37,2 auf 41,4 Jahre angestiegen.Südtirol: Land der meisten unehelichen Kinder im StaatEbenfalls signifikant verändert haben sich die Familienstrukturen: Die mittlere Familie besteht mittlerweile aus 2,4 Personen, es gibt 73.000 Singles und die Haushalte werden immer kleiner.Besonders markant: Die Zahl der unehelich geborenen Kinder ist in den vergangenen 50 Jahren von 6,1 auf 44,7 Prozent angestiegen.Das ist der höchste Wert auf gesamtstaatlicher Ebene.