Mittwoch, 18. März 2020

Geburtenrate in Bozen rückläufig

Am Mittwoch hat die Gemeinde Bozen die Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung 2019 veröffentlich. Demnach lebten am 31.12.2019 107.885 Personen, das ist ein leichtes Plus von 0,1 Prozent gegenüber Jahresende 2018.

Die Bevölkerung in Bozen (im Bild das Waaghaus) wächst nur langsam.
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Die Bevölkerung in Bozen (im Bild das Waaghaus) wächst nur langsam. - Foto: © Verkehrsamt
Beim Meldeamt der Gemeinde Bozen wurden im Laufe des Jahres 2019 893 Lebendgeborene eingetragen, das sind 56 Babys weniger als im Vorjahr (-5,9 Prozent). Die Geburtenrate lag bei 8,3 Lebendgeborenen je 1000 Einwohner; im Jahr 2018 lag sie bei 8,8 je 1000 Einwohner. Von den 893 Neugeborenen waren 482 Buben (54,0 Prozent) und 411 Mädchen (46,0 Prozent). 735 davon sind in der Gemeinde Bozen geboren, 152 in einer anderen Gemeinde Südtirols oder Italiens und 6 im Ausland.

Im Jahr 2019 starben 1098 Bozner, das sind 6 weniger als 2018 (-0,5 Prozent). Die entsprechende Sterberate liegt bei 10,2 Todesfällen je 1000 Einwohner; im Vorjahr lag sie bei 10,3 Todesfällen je 1000 Einwohner. Unter den verzeichneten Todesfällen waren 551 Männer und 547 Frauen; 1034 Personen sind in der Gemeinde Bozen verstorben, 55 in einer anderen Gemeinde Südtirols oder Italiens und 9 im Ausland. Die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen ergab demnach in Bozen im Jahr 2019 wieder eine deutlich negative Geburtenbilanz von -205 Personen (im Vorjahr lag sie bei -155 Personen).

3411 Personen sind im Jahr 2019 nach Bozen zugewandert, das sind 11,3 Prozent (433 Personen) weniger als im Vorjahr. Davon kommen 68,6 Prozent aus einer anderen Gemeinde Südtirols oder aus einer anderen Provinz Italiens und 25,7 Prozent aus dem Ausland; 5,7 Prozent wurden aus anderen Gründen ins Melderegister eingeschrieben. Im Jahr 2019 nahmen die Einwanderungen aus dem Ausland um 35,7 Prozent ab (876 zugewanderte Personen gegenüber den 1.363 Personen im Jahr 2018).

Auch die Abwanderungen sind gegenüber 2018 gesunken: um -6,3 Prozent (-207 Personen). Insgesamt verließen 3060 Personen im Laufe des Jahres 2019 die Stadt: 2270 zogen in eine andere Gemeinde Südtirols oder in eine andere Provinz Italiens, 500 ins Ausland; 290 Personen wurden aus anderen Gründen aus dem Melderegister gelöscht. Der Wanderungssaldo, der sich aus der Differenz zwischen Zu- und Abwanderungen ergibt, betrug Ende 2019 +351 Personen, im Vorjahr lag er bei +577 Personen.

Von den 107.885 Boznern sind 56.105 Frauen (52,0 Prozent) und 51.780 Männer (48,0 Prozent). Anders ausgedrückt kommen auf 100 Frauen 92 Männer.

Am 31.12.2019 waren 49.573 Haushalte in Bozen ansässig, das sind 0,6 Prozent (316) mehr als 2018, bei einer durchschnittlichen Mitgliederanzahl von 2,2 Mitgliedern je Haushalt, wie bereits in den Vorjahren. 105.599 Personen leben in Bozen in Haushalten, davon sind 13,9 Prozent Ausländer. Zum 31.12.2019 wurden in Bozen 92 Gemeinschaften (Altersheime usw.) gezählt, wo insgesamt 2.286 Personen ansässig sind. Und zudem gibt es 143 nichteheliche Lebensgemeinschaften, 68,2 Prozent mehr als im Vorjahr; im Jahr 2018 waren es noch 85.

Am 31.12.2019 betrug die ausländische Wohnbevölkerung in der Gemeinde Bozen 15.751 Personen, 19 (0,1 Prozent) mehr als im vorhergehenden Jahr. Davon sind 8014 Frauen (50,9 Prozent) und 7737 Männer (49,2 Prozent). Seit mehr als 10 Jahren (seit 2007) überwiegen unter der ausländischen Bevölkerung die Frauen gegenüber den Männern; der Frauenanteil ist um 1,1 Prozent in Bezug auf das Jahr 2018 gestiegen. Die Ausländer machen demnach 14,6 Prozent der Bevölkerung Bozens aus, beinahe unverändert in den letzten Jahren.

In Bozen leben 97 Obdachlose (73,2 Prozent Männer, 26,8 Prozent Frauen), davon sind 40,2 Prozent (39 Personen) Ausländer.

Sofia und Gabriel die beliebtesten Vornamen 2019

Die im Laufe des Jahres 2019 am häufigsten vergebenen Vornamen sind der Reihe nach: Sofia, Anna, Sara, Emily, Isabel und Emma bei den Mädchen und Gabriel, Leonardo, Gabriele, Lorenzo und Matteo bei den Buben.

pm/stol