Mittwoch, 03. Juli 2019

Geburtenrate in Italien auf historischem Tiefstand

Die Geburtenrate in Italien hat einen historischen Tiefstand erreicht: Im Jahr 2018 sind laut dem staatlichen Statistikinstitut ISTAT nur 439.747 Kinder auf die Welt gekommen, das sind 18.000 weniger als im Jahr davor. „Die Politik muss sich ihrer Verantwortung für die Gesellschaft und Wirtschaft endlich bewusst werden“, fordert die SVP-Kammerabgeordnete Renate Gebhard eine nachhaltige Familienpolitik.

Die Geburtenrate hat in Italien einen historischen Tiefstand erreicht.
Die Geburtenrate hat in Italien einen historischen Tiefstand erreicht. - Foto: © shutterstock

„Die aktuellen Daten bestätigen einen Trend, der sich laut ISTAT bereits seit Jahren abzeichnet“, schreibt Gebhard. Seit der Einigung Italiens sind noch nie so wenige Geburten verzeichnet worden wie im vergangenen Jahr. „Dies ist der fraglichen Familienpolitik der italienischen Regierung geschuldet“, meint Renate Gebhard. Die Geburtenrate sei laut der Südtiroler Parlamentarierin in jenen Ländern weiterhin hoch, wo die Politik in erster Linie in die Vereinbarung von Familie und Beruf investiert und sich die familienpolitischen Maßnahmen nicht ständig ändern.

Südtiroler Eltern wissen Kinder gut aufgehoben

In Südtirol sind im vergangenen Jahr insgesamt 5.113 Kinder geboren. Die Südtiroler Geburtenrate liegt demnach laut dem Südtiroler Landesgesundheitsbericht 2018 demnach bei 10,2 Neugeborene pro 1.000 Einwohner und bleibt damit der höchste Wert in Italien. Der staatliche Durchschnitt liegt bei 7,4 Neugeborene pro 1.000 Einwohner. „Einer der Gründe, warum unser Land bei der Geburtenrate verhältnismäßig gut abschneidet, ist u.a. sicher das bessere Betreuungsnetz“, so Gebhard. „Eltern wissen ihre Kinder in den Kindertagesstätten und bei den Tagesmüttern gut aufgehoben.“

„Familie ist keine Privatangelegenheit“

Dennoch fordert die SVP-Fraktionssprecherin in der römischen Abgeordnetenkammer Renate Gebhard weiterhin zielführende Maßnahmen zur Unterstützung der Familien. „Dies beginnt bei verschiedenen Steuervorteilen und einem langfristigen Konzept für die finanzielle Unterstützung, schließt aber auch tiefgreifende Maßnahmen für flexiblere Arbeitsverhältnisse und die Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit ein“, fordert Renate Gebhard die Regierung auf, „nicht nur von Familienpolitik zu reden, sondern auch konkret etwas für die italienischen Familien zu tun.“ Denn „Familie ist keine Privatangelegenheit, sondern spielt eine wichtige Rolle für Wirtschaft und Gesellschaft“, erklärt Gebhard.

stol

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