Montag, 13. Juli 2020

Geburtenrate in Italien auf historischem Tiefststand

Wie das Statistikamt ISTAT im nationalen demographischen Bericht 2019 bekannt gibt, setzt sich die Tendenz zum Geburtenrückgang in Italien weiterhin fort. Südtirol bildet in der nationalen Statistik, bei der die Todesfälle im Gegensatz zu den Geburten überwiegen, eine Ausnahme.

Das natürliche Gleichgewicht der Wohnbevölkerung ist in allen Regionen insgesamt negativ: Ausnahme bildet die Autonome Provinz Bozen.
Badge Local
Das natürliche Gleichgewicht der Wohnbevölkerung ist in allen Regionen insgesamt negativ: Ausnahme bildet die Autonome Provinz Bozen.
Die negative Dynamik der Bevölkerungsentwicklung setzt sich in Italien fort und weist erneut einen Negativrekord zwischen Geburten und Todesfällen auf, der sich seit bereits seit mehreren Jahren anhaltenden abzeichnet. Im Jahr 2019 lag der Unterschied zwischen Geburten und Todesfällen (natürliches Gleichgewicht) bei einem Minus von 214.000 Menschen.

Das natürliche Gleichgewicht der Wohnbevölkerung ist in allen Regionen insgesamt negativ: Ausnahme bildet hier Südtirol, das den positiven Trend zur natürlichen Wachstumskapazität fortsetzt.

Die natürliche Wachstumsrate, die italienweit bei -3,6 Promille liegt, schwankt zwischen +1,5 Promille in Bozen und -8,1 Promille in Ligurien. Die Regionen Friaul-Julisch Venetien, Piemont und Molise weisen ebenfalls ein besonders ausgeprägtes natürliches Gleichgewicht auf, das über -5,5 Promille liegt.

Das Geburtendefizit in Bezug auf Todesfälle, ist ausschließlich auf die Bevölkerung mit italienischer Staatsbürgerschaft (-270.000) zurückzuführen, während für die ausländische Bevölkerung das natürliche Gleichgewicht weitgehend positiv bleibt (+55.510). Die natürliche Wachstumsrate von Ausländern liegt im nationalen Durchschnitt bei 10,5 Promille. Selbst für Ausländer ist der höchste Wert in der Provinz Bozen (13,3 Promille) zu verzeichnen, der niedrigste in Sardinien (5,1 Promille). Ohne den Beitrag von Ausländern, der den natürlichen Rückgang der in Italien lebenden Bevölkerung mildert, wäre der Bevölkerungsrückgang noch stärker.

ansa/stol

Schlagwörter: