Samstag, 06. Oktober 2018

Geburtshilfe Schlanders: „Voraussetzungen gegeben“

In Bezug auf einen Medienbericht am Samstag stellt der Südtiroler Sanitätsbetrieb in einer Presseaussendung fest, dass die gesetzlichen Voraussetzungen zur Führung der Geburtshilfe in Schlanders voll und ganz gegeben sind.

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Foto: © shutterstock

„Die Kontrolle der Carabinieri-Sondereinheit NAS am 15. August dieses Jahres waren darauf ausgerichtet, die Einhaltung der gesetzlichen Mindeststandards zur Führung einer Geburtshilfe zu überprüfen. Der Lokalaugenschein hat bestätigt, dass die Mindeststandards hinsichtlich Personalausstattung gegeben waren, obwohl es sich um einen Feiertag handelte, an dem es bekanntermaßen schwierig ist, die Turnusse abzudecken“, schreibt der Sanitätsbetrieb. 

Vor allem aber gehe der in dem Medienbericht geäußerten Vorwurf, die in Bologna ansässige Firma CMP Global Medical Division verfüge nicht über die nötige Eintragung ins staatliche Verzeichnis der Leiharbeits-Firmen und demnach nicht über die nötigen Voraussetzungen, Fachkräfte zur Verfügung zu stellen, ins Leere. 

Bezirksdirektorin Irene Pechlaner: „Der Bezirk unterhält mit der Firma keinen Leiharbeitervertrag, sondern einen Dienstleistungsvertrag, der im Sinne des Vergabegesetzes regulär ausgeschrieben und zugeteilt worden ist. Die Voraussetzungen sind demnach andere und voll und ganz gegeben“, erklärt Bezirksdirektorin Irene Pechlaner. 

Sie stellt weiters fest: „Bekanntermaßen gibt es in ganz Europa Fachkräftemangel, der besonders die kleinen und peripheren Einrichtungen trifft. Um im Krankenhaus Schlanders die Dienste abzudecken, unternimmt der Betrieb in enger Abstimmung mit der Politik alle Anstrengungen. Die Verpflichtung von Ärzten über Dienstleistungs-Verträge ist dabei nur eine Maßnahme, die allerdings bis zur definitiven Anstellung von fixen Arbeitskräften notwendig ist. Wir können auch sagen, dass sich die prekäre Personalsituation insbesondere in den  Fachbereiche Anästhesie und Pädiatrie in den letzten Monaten leicht gebessert hat.“ 

Auch der geschäftsführende Generaldirektor Thomas Lanthaler betont in der Aussendung, dass die gesetzlichen Voraussetzungen gegeben sind: „Die Landesregierung hat die Weiterführung der Geburtshilfe in Schlanders beschlossen und im Landesgesundheitsplan festgeschrieben. Zudem gibt es ganz klar eine Ausnahmeregelung von Seiten des Geusndheitsministeriums unter anderem aufgrund der Entfernung. Der Betrieb arbeitet auf der Grundlage dieser Vorgaben und insofern gibt es überhaupt keinen Anlass zu irgendwelchen Negativ-Spekulationen.“

stol

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