Dienstag, 28. Juni 2016

Geburtshilfe Sterzing: Beschließt das Land heute das Aus?

Eine gute und eine schlechte Nachricht warten auf Sterzing: Wie durchsickerte, hat sich das Land mit Prof. Leopold Saltuari geeinigt. Die Neuro-Reha bekommt mehr Betten. Die schlechte Nachricht: Es schaut immer schlechter für die Geburtshilfe aus.

Dunkle Wolken über dem Spital von Sterzing. Beschließt die Landesregierung heute die Schließung der Geburtshilfe?
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Dunkle Wolken über dem Spital von Sterzing. Beschließt die Landesregierung heute die Schließung der Geburtshilfe? - Foto: © STOL

Am Dienstag will die Landesregierung anhand von Zahlen und Fakten Bilanz ziehen. Konkret wird anhand von Tabellen geschaut, wie es mit der Abdeckung der Dienste in den Spitälern aussieht. „Die Meldungen, die bei unserer Suche nach Ärzten eingingen, sind nicht gerade berauschend“, sagt Gesundheitslandesrätin Martha Stocker dem Tagblatt „Dolomiten“ (Dienstag-Ausgabe). Ganz besonders fehle es an Pädiatern, Gynäkologen und an Anästhesisten: Allesamt Fachleute, die besonders in den Geburtshilfen benötigt werden.

Schlanders: LH sichert Geburtshilfe zu

In Brixen gebe es „große Probleme“, in Bruneck sehe es „nicht glorreich aus“, Engpässe auch in Schlanders und Sterzing – mit einem kleinen Unterschied: Den Fortbestand der Geburtenstation Schlanders hat der Landeshauptmann bereits zugesagt. Sterzing hingegen liege nur 20 Autobahn-Kilometer von Brixen entfernt – und wenn selbst Brixen zu wenig Ärzte hat, wie solle man dann die Geburtshilfe in Sterzing aufrecht halten?

Ob heute entschieden wird, dass in Sterzing die Lichter ausgehen, lässt Stocker in den „Dolomiten“ offen. Die Sitzung der Landesregierung findet am Vormittag statt. STOL wird über die Entscheidungen berichten.

bv/D/stol

stol