Dienstag, 12. April 2016

Gedenken an das Zugunlück

Am Dienstag, 12. April, jährt sich zum sechsten Mal der Tag des Vinschger Zugunglücks. Die Landesregierung hat bei ihrer Sitzung der Opfer gedacht. Für Landeshauptmann Arno Kompatscher bleibt dieser Unfall "ein tragisches Kapitel in Südtirols Geschichte und ein trauriger Tag für die Vinschger Bahn und für unser Land".

Vinschger Bahn-Unglück: "12. April bleibt trauriger Tag für Südtirol" - Foto: LPA
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Vinschger Bahn-Unglück: "12. April bleibt trauriger Tag für Südtirol" - Foto: LPA

Am Montag, 12. April 2010, gegen 9 Uhr, war ein Zug der Vinschger Bahn bei der "Latschander" zwischen Kastelbell und Latsch teilweise unter einer Schlammmure begraben worden, neun Todesopfer und 28 Verletzte waren die traurige Bilanz.

"In Gedanken sind wir besonders heute bei den Unfallopfern und bei ihren Familien – ihre Namen sind am Gedenkstein vor Ort in Marmor gemeißelt: Franz Hohenegger, Regina Tscholl Tappeiner, Franz Rieger, Rosina Ofner, Michaela Zöschg, Julian Hartmann, Elisabeth Peer, Judith Tappeiner und Michaela Kuenz Oberhofer bleiben unvergessen", sagte LH Kompatscher bei der Sitzung der Landesregierung, die für eine Gedenkminute an die Unfallopfer unterbrochen wurde.

Während die Entschädigungszahlungen bereits geleistet wurden, wurde im Herbst 2015 auch das Strafverfahren mit Freisprüchen für alle Angeklagten abgeschlossen. "Tiefe Betroffenheit über das Geschehen aber bleibt", so Mobilitätslandesrat Florian Mussner.

Der SAD-Zug der Vinschger Bahn hat auch heute zum Unglückszeitpunkt gegen 9 Uhr ein akustisches Signalzeichen ertönen lassen, als Aufruf kurz inne zu halten und der Unfallopfer zu gedenken.

An der Gedenkstelle in der Latschander war Landeshauptmannstellvertreter Richard Theiner als Vertreter der Landesregierung bei der Gedenkfeier vor Ort: "Auch sechs Jahre später ist dieses schreckliche Unglück in unseren Köpfen noch mehr als gegenwärtig", so Landesrat Theiner.

lpa

stol