Freitag, 21. August 2020

Gedenken an Erdbebenopfer von Amatrice eingeschränkt

Die Menschen im italienischen Amatrice werden wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr nur im kleinen Rahmen der rund 300 Toten der Erdbeben-Tragödie vor 4 Jahren gedenken. „Leider veranlassen uns die Pandemie-Vorsichtsmaßnahmen dazu, das Programm zu ändern, wir werden keinen Fackelzug veranstalten können“, sagte Bürgermeister Antonio Fontanella in einem Video.

Nach dem Beben der Stärke 6,0 am 24. August 2016 liegt Amatrice noch immer großteils in Trümmern.
Nach dem Beben der Stärke 6,0 am 24. August 2016 liegt Amatrice noch immer großteils in Trümmern. - Foto: © ANSA / CLAUDIO PERI
Stattdessen werde sich die Gemeinde am 24. August, dem Jahrestag des Erdbebens, zu einer nächtlichen Mahnwache in einem Sportzentrum versammeln. Um 3.34 Uhr, dem Zeitpunkt des Bebens, sollen die Namen der Opfer verlesen werden. Die Teilnehmer müssen Masken tragen, eine Erklärung unterschreiben, dass sie nicht infiziert sind, und ihre Temperatur überprüfen lassen, bevor sie hineingehen, sagte Fontanella. Unter diesen Vorgaben sei Montagfrüh auch eine Gedenkmesse geplant.

Wiederaufbau voll im Gange

4 Jahre nach dem Beben der Stärke 6,0 liegt Amatrice noch immer großteils in Trümmern. 249 der insgesamt rund 300 Toten kamen dort ums Leben. Die Behörden haben zugesichert, dass der Wiederaufbau endlich beschleunigt werden soll.

In den ersten beiden Jahren nach dem Beben sei es vor allem darum gegangen, Notunterkünfte und grundlegende Dienstleistungen für die Bevölkerung zu gewährleisten, sagte Fontanella. Nach Angaben der Region Latium, in der Amatrice liegt, seien dort mehr als 100 Wohnhäuser wieder aufgebaut worden, während die Arbeiten an 550 weiteren Häusern im Gange seien.

apa/dpa