Sonntag, 11. März 2018

Gedenken an Opfer des Amoklaufs von Winnenden

Am neunten Jahrestag des Amoklaufs von Winnenden haben Einwohner der Kleinstadt nahe Stuttgart erneut der Opfer gedacht. Zugleich stand das Gedenken in diesem Jahr im Zeichen der Verbundenheit mit Jugendlichen in den USA. Nach Schulmassakern wie zuletzt in Florida wehren sie sich verstärkt gegen die leichte Verfügbarkeit von Schusswaffen in dem Land.

"Never Again" ist das Motto der Gedenkfeiern Foto: APA (dpa)
"Never Again" ist das Motto der Gedenkfeiern Foto: APA (dpa)

Am Vormittag des 11. März 2009 war ein ehemaliger Schüler in die Albertville-Realschule eingedrungen und hatte mit der Pistole seines Vaters acht Schülerinnen, einen Schüler und drei Lehrerinnen ermordet. Auf seiner Flucht erschoss der 17-Jährige drei weitere Menschen und schließlich sich selbst.

Die Flaggen der Stadt tragen an den Jahrestagen stets Trauerflor. An der Gedenkstätte in Sichtweite der Schule hielt Oberbürgermeister Hartmut Holzwarth (CDU) eine Ansprache. Jugendliche verlasen die Namen der Ermordeten und ihr Alter. Die meisten waren 15 oder 16 Jahre alt.

Für den Abend war eine Lichterkette unter dem Motto „Never Again!” (”Nie wieder!”) geplant. Damit bekunden Jugendliche in Winnenden Solidarität mit der gleichnamigen Protestkampagne gegen Schulmassaker in den USA. Sie war spontan nach dem Angriff eines 19-Jährigen auf eine High School in Parkland (Florida) entstanden, bei dem er am 14. Februar 17 Menschen erschoss, darunter zahlreiche Schüler.

apa/dpa

stol