Freitag, 01. Dezember 2017

Gedenktafel für Geschwister Scholl enthüllt

Bozen - Am Freitag wurde eine Stele mit der Gedenktafel am "Hans-und-Sophie-Scholl-Platz" enthüllt, die an die Geschwister Hans und Sophie Scholl erinnert, die gemeinsam mit Christoph Probst vom NS-Unrechtsregime verurteilt und hingerichtet wurden.

Am Freitag wurde in Bozen eine Stele mit der Gedenktafel am "Hans-und-Sophie-Scholl-Platz" enthüllt, die an die Geschwister Hans und Sophie Scholl erinnert. - Foto: DLife
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Am Freitag wurde in Bozen eine Stele mit der Gedenktafel am "Hans-und-Sophie-Scholl-Platz" enthüllt, die an die Geschwister Hans und Sophie Scholl erinnert. - Foto: DLife

Bürgermeister Renzo Caramaschi hatte bereits im vergangenen Februar angekündigt, dass die Stadtverwaltung den Geschwistern Scholl und der Widerstandsgruppe der "Weißen Rose" ein würdiges Denkmal errichten wird.

„Ihr Tod erinnert uns an Unrecht gewalttätiger Regimes“

"Hans und Sophie Scholl haben mutig ihre christlichen Wertvorstellungen verteidigt und mussten dies mit ihrem Leben bezahlen. Sie glaubten an die humanistischen Werte und wollten nicht akzeptieren, dass ihre Heimat in der Dichter, Denker und große Komponisten lebten, in Krieg und Unheil verfällt.

Der Tod der Geschwister Scholl soll uns an das Unrecht gewalttätiger Regimes erinnern und dass wir uns alle mit Engagement für humanistische Werte für ein friedliches Zusammenleben in Europa einsetzen sollen.", sagte Bürgermeister Caramaschi.

Neben Bürgermeister Renzo Caramaschi und Vizebürgermeister Christoph Baur waren auf dem Platz zwischen der Rom- und Trientstraße , der im Jahr 2010 von der Stadt Bozen den Geschwistern Scholl gewidmet worden war, Stadtrat Luis Walcher, Stadträtin Marialaura Lorenzini, Vertreter des Stadtviertelrates Gries-Quirein und der italienischen Vereinigung der Widerstandskämpfer ANPI, sowie Vertreter der Studentenvertretung sh.asus (Südtiroler HochschülerInnenschaft) mit dabei.

sh.asus hofft auf weitere Initiativen

Die Südtiroler HochschülerInnenschaft begrüßt die Aufwertung des Hans-und-Sophie-Scholl-Platzes durch die Gedenktafel, glaubt aber, dass zum Gedenken an den studentischen Widerstand der Platz vor der Universität der geeignetere sei. Der Bozner Bürgermeister Renzo Caramaschi hat angekündigt, dass weitere Initiativen zum Gedenken an die Widerstandsgruppe folgen sollen. Die sh.asus zeigt sich erfreut über die Ankündigung und hofft auf baldige konkrete Maßnahmen.

Geschwister Scholl

Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Hans und Sophie Scholl wegen ihrer Tätigkeit in der Widerstandsgruppe "Weiße Rose" gemeinsam mit Christoph Probst in München durch das NS-Regime hingerichtet. Hingerichtet wurden später auch weitere Mitglieder der bekannten Jugend-Widerstandsbewegung.

Die Weiße Rose war der Name einer Widerstandsgruppe in München während der Zeit des Nationalsozialismus. Im Juni 1942 wurde die Gruppe gegründet und bestand bis zum Februar 1943. Die Mitglieder der Weißen Rose verfassten, druckten und verteilten unter Lebensgefahr insgesamt sechs Flugblätter, in denen zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus aufgerufen wurde.

stol