Ende April wurde die junge Frau zu Hause, auf einer Wiese in St. Georgen, gestochen – neben dem linken Sprunggelenk. Die Wunde blutete leicht. Das winzig kleine Tier selbst hat sie nicht gesehen. Weil es zu einer Entzündung kam und sich die Stichstelle immer wärmer anfühlte, begab sich die Frau in die Apotheke, wo sie eine Creme mit Antibiotikum erhielt. Etwa eine Woche nach dem Stich traten bei ihr dann grippeähnliche Symptome auf: Sie musste am 2. Mai abends erbrechen und weil sie befürchtete, dass dies die Folge eines Zeckenstiches sei, suchte sie die Notaufnahme des Krankenhauses auf. Der Arzt dort meinte, das Ganze sehe aus wie ein Insektenstich, da reiche eine Creme aus. „Ich entgegnete dem Arzt dann, dass ich bereits eine Creme mit Antibiotikum nehme, und trotzdem fühlte sich der Fuß immer heißer an“, erzählt die Frau. „Darauf sagte man mir, das werde wohl eine Reaktion auf das Antibiotikum sein – deshalb wurden andere Antibiotika aufgetragen. Man sagte mir auch, ich solle am nächsten Tag die Haut-Ambulanz aufsuchen. Dort – am nächsten Tag – meinte die Ärztin dann, das sei wohl ein Mückenstich, sie habe so etwas jetzt schon 3 oder 4 Mal gesehen, ich solle nur weiterhin Creme auftragen und nach 3 bis 4 Tagen sei alles vorbei.“Der Hausarzt in Sterzing kam dann zum Schluss, dass seine Patientin von einer Zecke gestochen worden war. Das sehe man am weißen Ring um den Einstich – daneben war noch ein weiterer Ring.Der Hausarzt verschrieb ihr dann sofort Antibiotika zum Einnehmen. Und: „Er erklärte mir, solche Stiche müsste man immer von innen heraus behandeln – nicht von außen mit einer Creme“, berichtet die St.-Georgenerin. Seit sie das Antibiotikum nehme, hätten die Beschwerden nachgelassen – und sie fühle sich auch nicht mehr so schlapp.D/hof Den vollständigen Artikel und alle Hintergründe zur Lyme-Borreliose gibt es in der aktuellen Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".