Die Aussagen zum Ausbruch der Revolte im Bozner Gefängnis gehen auseinander. Laut ersten Anhörungen durch die Staatsanwaltschaft soll ein Häftling ins Büro der Gefängnisleitung gerufen worden sein. Dort soll man ihm mitgeteilt haben, dass seine Haftstrafe um einige Zeit verlängert worden sei. Daraufhin soll der Häftling in seine Zelle im ersten Stock zurückgekehrt sein und dort lauthals behauptet haben, er sei verprügelt worden. Daraufhin soll es dann zu dem Aufstand gekommen sein. Anzeige gegen sechs HäftlingeNach Abschluss der ersten Ermittlungen hat die Gefängnisleitung nun bei der Staatsanwaltschaft gegen sechs Häftlinge Anzeige erstattet. Diese müssen sich wegen des Vorwurfs der schweren Sachbeschädigung und der Brandstiftung verantworten. Entstanden sein soll bei dem Aufstand laut Angaben von Gefängnisdirektorin Anna Rita Nuzzaci ein Schaden von rund 20.000 Euro. Gegenstand weiterer Ermittlungen ist hingegen die Aussage des Häftlings, dass er verprügelt worden sei. Hier gehen derzeit die Aussagen auseinander. Zwar sollen an dem Häftling Verletzungen festgestellt worden sein, doch soll er sich diese im Zuge des Aufruhrs bei einem Sturz über die Treppe zugezogen haben. em/D