Donnerstag, 02. November 2017

Gefängnisausbruch und filmreife Flucht enden wieder im Knast

Drei Schwerverbrecher, die am Samstag aus dem Hochsicherheitsgefängnis auf der Insel Favignana nahe Sizilien geflüchtet waren, sind am Donnerstag festgenommen worden. Mit einem gestohlenen Schlauchboot wollten sie die Insel verlassen und Sizilien erreichen.

Mit Bettlaken hatte sich die Flüchtenden abgeseilt. - Foto: R.it
Mit Bettlaken hatte sich die Flüchtenden abgeseilt. - Foto: R.it

Die drei Kriminellen wurden von der Polizei unweit des Hafens von Favignana entdeckt.

Einer der drei Häftlinge stürzte sich ins Meer, als er die Polizei kommen sah. Er versuchte schwimmend zu flüchten, wurde jedoch kurz darauf festgenommen. Einer der drei (Adriano Avolese) war wegen Mordes an einem 24-Jährigen zu lebenslänglicher Haft verurteilt worden, berichtete die Polizei.

Adriano Avolese hatte 2002 einen 24-Jährigen getötet. 

Ein zweiter Krimineller (Giuseppe Scardino) war wegen Überfällen und dem Mordversuch an einem Polizisten mit 15 Jahren Haft bestraft worden. Der dritte Mann (Massimo Mangione) muss eine Haftstrafe von zwölf Jahren und acht Monaten absitzen. Die Polizei sucht nun nach möglichen Komplizen, die den drei Schwerverbrechern Unterkunft gewährt haben könnten.

Massimo Mangione und Giuseppe Scardino (v.l.).

Ausbruch wie im Film

Den drei Kriminellen war eine filmreife Flucht gelungen. Sie hatten nachts die Gitterstäbe ihrer Zelle angesägt und konnten auf das Dach der Strafanstalt steigen. Von dort seilten sie sich mithilfe von Leintüchern ab und flüchteten. Sie wurden auf der ganzen Insel gesucht.

Die Flucht löste eine große Diskussion über die Sicherheitsmaßnahmen in den italienischen Gefängnissen aus. In den Haftanstalten wurde aus Einsparungsgründen in den vergangenen Jahren die Zahl der Aufseher stark reduziert. Die Zahl der Ausbrüche von Gefangenen nahm unterdessen zu.

apa

stol