Von schweren und leichten Unfällen im Garten wissen Primar Dr. Norbert Pfeifer, Notarzt Dr. Johannes Oberkofler und Pflegekoordinator Franz Gruber zu berichten. Und wie man vorbeugen sollte.<BR /><BR />In Österreich landen jedes Jahr von März bis Oktober mehr als 18.000 Menschen in den Spitälern, weil sie sich beim Garteln verletzt haben, berichtet der ORF online. Besonders betroffen sei die Generation 65+. Geht man in Südtirol von einer ähnlichen Zahl von Unfällen aus im Verhältnis zur Einwohnerzahl – so sind es hierzulande auch immerhin über 1000 Unfälle pro Jahr.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1301391_image" /></div> <BR /><BR />Eine Verletzung bei der Gartenarbeit kann sogar zu einem Aufenthalt auf der Intensivstation führen: So hat sich ein etwa 20-Jähriger vor einiger Zeit eine Schnittwunde am Finger zugezogen. Die Wunde wurde nicht ausreichend gereinigt, die Diagnose lautete dann Tetanus. Fast acht Wochen musste der Patient auf der Intensivstation verbringen, berichtet Dr. Norbert Pfeifer, Primar der Notaufnahme am Krankenhaus Meran. „Der Finger war bereits schwarz – der Mann hatte leichte Lähmungserscheinungen im Kiefergelenk.“ <BR /><BR />Im Garten lauern mehr Gefahren als man meinen möchte: So sollte man besonders aufpassen, wenn man Giftstoffe einsetzt – weil etwas ins Auge gehen oder inhaliert werden könnte, warnt Dr. Pfeifer. Und nicht selten führen auch Arbeiten mit Heckenscheren zu Verletzungen. <BR /><BR />Oft werde auch die Anstrengung unterschätzt: Bei Menschen mit Vorerkrankungen komme auch schon mal zu einem Herzinfarkt, berichtet Dr. Pfeifer. Im Garten können weiters auch Zecken lauern – oder in seltenen Fällen auch Schlangen.<BR /><BR />Viele Verletzungen wären vermeidbar, wenn die Bürger Schutzausrüstung tragen würden, sich bei Geräten an die Gebrauchsanleitung halten und Richtlinien korrekt einhalten würden – auch etwa beim Aufstellen einer Leiter, meint Notarzt Dr. Johannes Oberkofler.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1301394_image" /></div> <BR /><BR />Der Pflegekoordinator der Notaufnahme des Krankenhauses Brixen, <b>Franz Gruber</b>, weist auf die Gefahr beim Hantieren mit den Messern des Rasenmähers hin. So habe sich ein junger Mann 2025 eine schlimme Handverletzung dabei zugezogen. Der Rasenmäher sei nicht ausgesteckt gewesen. Bei Arbeiten wie Bäume schneiden sollte hingegen darauf geachtet werden, dass kein Fremdkörper ins Auge gerät. Blütenstaub könne das Auge sehr reizen. Deshalb seien Schutzbrillen wichtig, meint Gruber. Wichtig sei auch, zuhause für Verletzungen ausgerüstet zu sein – ebenso einen Erste-Hilfe-Kurs zu besuchen, um zu wissen, wie man eine Wunde zu versorgen hat.