Bauten in dieser roten Zone dürfen nicht saniert oder erweitert werden; wird ein Haus abgerissen, darf es nicht wieder aufgebaut werden. „Dadurch verlieren Liegenschaften ihren Wert und deshalb drängen die Gemeinden natürlich auf Sicherheitsmaßnahmen, die eine Einstufung als gelbe Zone ermöglichen“, erklärte Landeshauptmann Luis Durnwalder am Montag. Die Arbeiten dafür seien allerdings sehr kostspielig.„Die Landesregierung rechnet, dass auf dem gesamten Landesgebiet Kosten von bis zu einer Milliarde Euro entstehen würden", betonte Durnwalder.Bis 2015 sollen Pläne vorliegenDie Landesregierung und die 116 Gemeinden arbeiten bereits seit mehreren Jahren an den Gefahrenzonenplänen, die eigentlich jede Gemeinde bis Ende des vergangenen Jahres ausarbeiten musste.Nun hat die Landesregierung in Absprache mit dem Rat der Gemeinden eine Fristverlängerung beschlossen: Bis Ende 2015 sollen die Gefahrenzonenpläne aller 116 Gemeinden vorliegen. Bis Ende 2011 lagen 41 Gefahrenpläne vor; ein gutes Drittel der 116 Südtiroler Gemeinden war nicht in der Lage, die Pläne in der ursprünglich vorgesehenen Frist zu erstellen. Jetzt hat die Landesregierung die Frist nach Absprache mit dem Rat der Gemeinden verlängert und bis Ende 2015 gestreckt. 2012, 2013 und 2014 müssen jeweils 19 Gemeinden die Gefahrenzonenpläne vorlegen, 2015 die übrigen 18 Gemeinden.