Samstag, 28. Juli 2018

Gefahrguteinsatz in Toblach: Ammoniak ausgetreten

Zahlreiche Feuerwehren sind seit Samstagvormittag in der Sportzone Gries in Toblach im Einsatz: Aus der Eishalle ist Ammoniak ausgetreten.

Die giftigen Dämpfe des Ammoniaks werden mit Wasserstrahlen niedergeschlagen. - Foto: mt
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Die giftigen Dämpfe des Ammoniaks werden mit Wasserstrahlen niedergeschlagen. - Foto: mt

Alarm der Stufe 7 am Samstagvormittag im Pustertal: Gefahrgutunfall bei der Eishalle in der Sportzone Gries in Toblach.

Eines der Rohre, durch die Ammoniak zur Kühlung der Eisfläche transportiert wird, war leck, wodurch reinstes Ammoniak austrat. Das Gas, das häufig als Kältemittel eingesetzt wird, ist giftig, kann Haut, Augen und Atemwege schädigen sowie in Verbindung mit Luft explodieren.

Der Alarm gegen 11.15 Uhr rief gleich mehrere Wehren auf den Plan, darunter an Toblach, Bruneck, Wahlen und Aufkirchen. Ebenfalls im Einsatz stand der Organisatorische Leiter des Weißen Kreuzes Bruneck. Später wurden noch die Wehren von Niederdorf und Innichen hinzugerufen.

Mehrere Stunden lang wurden die giftigen Dämpfe mittels Sprühstrahl niedergeschlagen, Gebäude und Straßen wurden mit Wasser bespritzt. Gegen 13 Uhr konnte das Leck im Rohr repariert werden, der Einsatz dauerte jedoch an, da weiterhin gegen Dämpfe und Ammoniak-Rückstände vorgegangen werden musste.

Foto: mt

Mehrere Personen eingeliefert

Einige Personen, die sich zum Zeitpunkt des Einsatzbeginns im danebenliegenden Naturbadesee oder in der Eisbar befanden, wurden aus der Gefahrenzone gebracht. Mindestens 8 Personen wurden zur Kontrolle ins Krankenhaus eingeliefert.

stol/liz

stol