Freitag, 26. Juli 2019

Gegen Hunger: Glockenläuten in Südtirol und in Österreich

Am Freitag um Schlag 15 Uhr haben in Österreich und in Südtirol zeitgleich die Kirchenglocken als hörbares Signal im Kampf gegen den Hunger geläutet und zwar länger und lauter als gewöhnlich. Damit begleiten die Pfarrgemeinden die Caritas-Kampagne gegen den Hunger.

Alle Kirchenglocken in Südtirol haben am Freitag um 15 Uhr mehrere Minuten lang geläutet.
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Alle Kirchenglocken in Südtirol haben am Freitag um 15 Uhr mehrere Minuten lang geläutet. - Foto: © D

Alle 3,5 Sekunden stirbt weltweit ein Kind an Hunger. „Diese stille Katastrophe möchten wir nicht einfach hinnehmen“, erklärt Bischof Ivo Muser die Gründe für das außergewöhnliche Glockenläuten an diesem Freitag. „In der Sterbestunde Jesu wollen wir die Menschen wachrufen und all jene, die an Hunger leiden, ins Gebet einbeziehen. Die Aktion soll uns auch daran erinnern, dass wir es in der Hand haben zu helfen. Wenn wir das Bewusstsein dafür schaffen, kann es gelingen, den Hunger nach und nach zu besiegen und den Menschen eine langfristige Lebensgrundlage zu sichern“, betont der Bischof. Deshalb läuteten die Glocken in Südtirols Pfarren am Freitag um 15 Uhr dieses Mal als hörbares Zeichen gegen den Hunger lauter und länger als gewöhnlich. Auf das Läuten folgte in manchen Pfarreien ein Moment des Gebetes und der Stille.

Mit dem Glockenläuten beteiligten sich Südtirols Pfarreien an der Caritas-Kampagne „Hunger macht keine Ferien“ und zwar heuer zeitgleich mit den Pfarreien in Österreich. Die Caritas macht damit auf den weltweiten Hunger aufmerksam und bittet die Bevölkerung um Unterstützung – heuer in Form von Hungerpatenschaften von 9 Euro im Monat. „Damit lässt sich vieles verändern: Ein Kind kann damit zur Schule gehen, eine Mutter kann sich weiterbilden und über einen Kleinkredit eine sichere Existenz für die Familie aufbauen, ein Vater genügend Saatgut kaufen und es so lagern, dass es nicht verdirbt. Mit einer Hungerpatenschaft für jedes Kind in einer Klasse kann im Schulhof eine Trinkwasserstelle errichtet werden, in einem Dorf kann damit sogar ein Getreidespeicher gebaut werden“, lädt Caritas-Direktor Paolo Valente ein, sich an der Hilfe zu beteiligen.

Wer den Einsatz der Caritas als Hungerpate unterstützen möchte, kann unter dem Kennwort „Hunger in Afrika“ einen Dauerauftrag bei seiner Bank einrichten oder seine Spende einmalig einzahlen. In beiden Fällen ist die Spende steuerlich absetzbar. Paten sind frei zu entscheiden, wieviel und wie lange sie spenden möchten.

Spendenkennwort „Hunger in Afrika“
Spendenkonten der Caritas Diözese Bozen-Brixen 
Raiffeisen Landesbank, IBAN: IT42 F0349311600000300200018; 
Südtiroler Sparkasse, IBAN: IT17 X0604511601000000110801; 
Südtiroler Volksbank, IBAN: IT12 R0585611601050571000032; 
Intesa Sanpaolo, IBAN: IT18 B0306911619000006000065

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stol