Mittwoch, 25. Mai 2016

Gehaltserhöhung für Landesangestellte rückt näher

Vorgezogene Lohnerhöhungen könnten zu dem Kompromiss führen, den es bei den Verhandlungen zwischen Land und Gewerkschaften bräuchte. Das letzte Wort hat nun die Landesregierung.

Für die rund 40.000 öffentlich Bediensteten in Südtirol steht eine Gehaltserhöhung in Aussicht.
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Für die rund 40.000 öffentlich Bediensteten in Südtirol steht eine Gehaltserhöhung in Aussicht. - Foto: © D

Im öffentlichen Dienst sind die Fronten seit einiger Zeit verhärtet. Obwohl das Land bis 2018 für den neuen Vertrag 90 Millionen Euro bereitstellt, würden die 40.000 öffentlich Bediensteten nur je 20 Euro brutto mehr an Lohn herausspringen. Ein Angebot, das Gewerkschaften und Mitarbeiter abgelehnt haben. Protestmaßnahmen stehen im Raum.

Nach einem Treffen vom Dienstag sprachen aber beide Seiten von einer Annäherung. „Es wurde aber Funkstille vereinbart, um den Kompromiss nicht zu gefährden“, so Benedikt Galler (Gemeindenverband). Das letzte Wort habe die Landesregierung.

Wie laut "Dolomiten"-Bericht vom Mittwoch durchsickerte, besteht der Kompromiss in vorgezogenen Lohnerhöhungen. Setzt man den Vertragsbeginn mit 1. Juli an, reichen die für heuer reservierten 15 Mio. Euro für 40 Euro mehr Lohn aus. Die restlichen 75 von insgesamt 90 Mio. Euro sollen allesamt bereits 2017 ausbezahlt werden, womit es 60 Euro mehr Lohn im Monat gäbe.

„Ein Paket, das erst einmal gestemmt werden muss“, gibt sich Landesrätin Waltraud Deeg vorsichtig. Der Ball geht nun an die Landesregierung.

bv/D

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Lesen Sie mehr Hintergründe in der Mittwoch-Ausgabe des Tagblatts "Dolomiten".

stol