Die zwischen vier und fünf Jahre alten Kinder wurden demnach den Gesundheitsbehörden und der Feuerwehr übergeben. Der Geiselnehmer war laut Polizei mit einem Fahrrad zu dem Kindergarten in der Nähe des Stadtzentrums gekommen und über den Zaun der Einrichtung gesprungen. Dort habe er sich mit den Kindern in einem Raum verschanzt und gedroht, den Kindergarten in Brand zu stecken. Tatsächlich habe er eine brennbare Flüssigkeit ausgegossen und ein Feuerzeug in der Hand gehalten.<BR /><BR />Die Polizei führte aus, der unter Schizophrenie leidende Mann sei mit einem Messer und einer vermeintlichen Pistole bewaffnet gewesen, die sich im Nachhinein als Attrappe herausgestellt habe. Die Polizei verhandelte etwa drei Stunden lang mit dem Mann. Währenddessen habe er alle Kinder um sich versammelt und eines auf seinen Knien festgehalten.<h3> „Um ein größeres Unglück zu verhindern“</h3>„Als wir erkannten, dass die Kinder immer mehr außer sich gerieten und dass der Angreifer anfing, sie physisch anzugreifen, haben wir uns für ein taktisches Eingreifen entschieden, um ein größeres Unglück zu verhindern“, schilderte Lopes Dias. Örtliche Medien berichteten, dass mehrere Schüsse fielen und Lärm zu hören war, der womöglich von Blendgranaten verursacht wurde.<BR /><BR />Das Motiv des Geiselnehmers war zunächst unklar. Auch war noch offen, ob er in einer Beziehung zu irgendjemandem in der Kita stand.<BR /><BR />„Die 13 Kinder sind am Leben und in Sicherheit!“, schrieb der Bürgermeister von Curitiba, Eduardo Pimentel, nach dem Einschreiten der Polizei im Onlinedienst Instagram. „Nach Momenten großer Anspannung und Angst ist das die Nachricht, auf die wir alle gehofft haben.“ Pimentel sagte den betroffenen Familien Unterstützung zu.<BR /><BR />In Brasilien gab es in den vergangenen Jahren wiederholt Angriffe in Betreuungseinrichtungen für Kinder. Im April 2023 hatte ein Mann vier Kinder in einer Tagesstätte im südbrasilianischen Blumenau mit einer Axt getötet.