Montag, 05. November 2018

Geiselnehmer in Norditalien ergibt sich

Ein verurteilter Mafioso hat sich in Norditalien nach einer stundenlangen Geiselnahme ergeben. Francesco Amato (55) hatte am Montagvormittag eine Postfiliale in der Provinz Reggio Emilia gestürmt und fünf Frauen als Geiseln genommen.

Geiselnehmer Francesco Amato (Bildmitte) gab nach rund 5 Stunden auf und stellte sich den Ordnungshütern.
Geiselnehmer Francesco Amato (Bildmitte) gab nach rund 5 Stunden auf und stellte sich den Ordnungshütern. - Foto: © APA/ANSA

Nach der Freilassung einer Frau am Mittag ließ Amato am späten Nachmittag auch die übrigen vier gehen, wie ein Polizist dem Fernsehsender RaiNews24 sagte. „Am Ende hat er auf unseren Rat gehört (...) und sich ergeben.“ Der Mann soll mit einem Messer bewaffnet gewesen sein.

Der 55-Jährige war in der vergangenen Woche im bislang größten Mafia-Prozess Norditaliens zu einer Haftstrafe von mehr als 19 Jahren verurteilt worden und ist anschließend untergetaucht, wie mehrere Medien übereinstimmend berichteten.

„Ich bin der, der zu 19 Jahren (...) verurteilt wurde, ich töte euch alle“, soll er zu Beginn der Geiselnahme laut der Nachrichtenagentur Ansa gerufen haben.

In dem Mafia-Prozess war auch der italienische Fußball-Weltmeister Vincenzo Iaquinta in erster Instanz verurteilt worden.

dpa

stol