Donnerstag, 23. Juni 2016

Geiselnehmer in Viernheimer Kino tot - alle Geiseln unverletzt

Nach einer mutmaßlichen Geiselnahme in einem Kino im hessischen Viernheim ist der Verdächtige tot. Das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) im Landtag im Wiesbaden. Die Polizei hat unterdessen bestätigt, dass alle Geiseln unverletzt befreit worden seien. Zuvor hatten Medien von mindestens 25 Verletzten berichtet.

Einige Geiseln verlassen, von Polizisten begleitet, das Kino in Viernheim.
Einige Geiseln verlassen, von Polizisten begleitet, das Kino in Viernheim. - Foto: © APA/DPA

Der Mann soll sich am Donnerstagnachmittag in dem Kino verschanzt haben. Es seien Geiseln „im Einwirkungsbereich des Täters“ gewesen, sagte Beuth.

Der mutmaßliche Täter sei maskiert gewesen und ersten Erkenntnissen zufolge mit einer Langwaffe in den Kinokomplex eingedrungen, es seien vier Schüsse gefallen.

Der Notruf sei gegen 14.45 Uhr bei der Polizei eingegangen. Der Täter habe einen verwirrten Eindruck gemacht, Spezialkräfte hätten den Mann überwältigt. Ob es sich um eine scharfe Waffe handelte, sei unklar, sagte Beuth.

Nach Angaben der Frankfurter Polizei war ein Spezialeinsatzkommando mit einem Hubschrauber nach Viernheim geflogen.

Polizei: Alle Geiseln unverletzt befreit

Bei der Geiselnahme im Kino sind alle Geiseln unverletzt befreit worden. Der Täter sei von Beamten erschossen worden, teilte eine Sprecherin der Polizei am Donnerstag mit.

Der Hessische Rundfunks hatte zunächst von mindestens 25 Verletzten gesprochen. Noch unklar ist das Motiv.

Sicherheitskreise: Vermutlich kein Terrorhintergrund

Bei der Geiselnahme im Viernheimer Kino gibt es nach einer ersten Einschätzung der Sicherheitsbehörden vermutlich keinen terroristischen Hintergrund. Bei dem Mann habe es sich mutmaßlich um einen verwirrten Einzeltäter gehandelt, hieß es am Donnerstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen weiter.

dpa/ard

stol