Mittwoch, 20. Mai 2015

Geisterfahrer-Unfall auf der A22 fordert zwei Tote

Zwei Todesopfer und mehrere Schwerverletzte hat am späten Dienstagabend ein Verkehrsunfall auf der Brennerautobahn nahe der Ausfahrt Ala/Avio gefordert. Der Unfall wurde von einem 89-jährigen Geisterfahrer verursacht. Insgesamt waren vier Fahrzeuge verwickelt.

Der Unfall forderte einen Toten. Foto: l'Adige
Der Unfall forderte einen Toten. Foto: l'Adige

Der schreckliche Verkehrsunfall hat sich kurz nach 22 Uhr unweit der Mautstelle Ala/Avio auf der Nordspur der Autobahn ereignet.

Der Geisterfahrer ist in Ala/Avio auf die Autobahn eingefahren, ist aber hier in die falsche Spur eingebogen und auf der Nordspur südwärts gefahren.

Über Fahrbahnrand geschleudert

Schon kurz darauf kam es zum verhängnisvollen Frontalzusammenstoß, in den letztlich noch drei andere Fahrzeuge verwickelt wurden.

Den Rettungskräften bot sich ein Bild des Schreckens; die Autos waren völlig zerstört und teilweise von der Fahrbahn geschleudert worden.

 

Die Autos flogen durch die Wucht des Zusammenstoßes über die Leitplanken. Foto: l'Adige

Insgesamt wurden sechs verletzte Personen aus den Wracks geborgen. Neben Polizei und Feuerwehr waren der Rettungshubschrauber und vier Ambulanzen zum Unfallort geeilt.

Auch ein Bub (10) schwer verletzt

Der Helikopter brachte zwei Schwerstverletzte, einen 38-jährigen Mann und einen zehnjährigen Buben, ins Krankenhaus von Verona. 

Der mutmaßliche 89-jährige Geisterfahrer und ein 62-Jähriger wurden ins Santa-Chiara-Krankenhaus von Trient gebracht, eine 46-jährige Frau und ein 49-jähriger Mann hingegen in jenes von Rovereto.

51-Jähriger stirbt

Ein 51-jähriger Mann, er stammt aus Ex-Jugoslawien, ist aber wohnhaft in Trient, erlagt laut letzten Informationen seinen Verletzungen. Bei allen Beteiligten am Unfall soll es sich um aus der Provinz Trient stammende Personen handeln.

In den Abendstunden denn die Nachricht: Auch der 89-Jährige, der den Unfall verursacht hatte, sei seinen Verletzungen erlegen.

 

Die Autos waren nur noch Blechknäuel. Foto: l'Adige

Die Autobahn musste während des Rettungseinsatzes in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.

ds/stol 

stol