Wenn Förster heuer zur Entnahme von Großraubwild aufbrechen, dann werden sie dabei auf Unterstützung durch private Hubschrauber zurückgreifen können. Was sagt der zuständige Landesrat dazu?<BR /><BR /> Im Landeshaushalt stehen 30.000 Euro für Flüge bei der Wolfsentnahme bereit, bestätigt der Direktor der Abteilung Forstdienst, Günther Unterthiner. Flüge könnten sowohl zur Übung als auch für den Ernstfall durchgeführt werden. <BR /><BR />Der Abgeordnete Andreas Leiter Reber (Freie Fraktion) hat wegen dieser Hubschrauberflüge bei der Aktuellen Fragestunde im Landtag die Landesregierung um Aufklärung ersucht.<h3> Schnell vor Ort sein</h3>Landesrat Luis Walcher verteidigt die Bereitstellung der 30.000 Euro: Bei einem Großraubwildeinsatz müsse es möglich sein, die operative Einsatzgruppe schnell vor Ort hinzufliegen. Laut Abteilungsdirektor Unterthiner können die Hubschrauberflüge unterstützend bei einer Entnahme eingesetzt werden. Das heiße nun aber nicht, dass Wölfe vom Hubschrauber aus abgeschossen würden. Mittels Hubschrauber könne die operative Einsatzgruppe aber in abgelegene, schwer zugängliche Gebiete geflogen werden. <BR /><BR />Bei einer Entnahme stünden die Mitglieder der operativen Einsatzgruppe – Angehörige des Landesforstkorps – spätabends bis 23 Uhr im Einsatz und dann in der Früh ab 4 Uhr. Mit dem Hubschrauber könne man nicht nur die Einsatzgruppe vor Ort hinfliegen, sondern auch Material dorthin transportieren wie Gewehre, Zelt, Kocher usw. Weiters würden die Hubschrauber wenn nötig auch für den Abtransport von Großraubwild-Kadaver eingesetzt, kündigt Unterthiner an.<BR /><BR /><embed id="dtext86-64251513_quote" /><BR /><BR /> Dass mit dem Hubschrauber auch Kadaver von Wölfen transportiert werden sollen, ist für Leiter Reber vor dem Steuerzahler kaum zu rechtfertigen: „Unsere Jäger tragen Hirsche und Gämsen vom Berg herunter – da wird es die Einsatzgruppe des Landes wohl schaffen, einen toten Wolf zu tragen“, meint der freie Abgeordnete. <BR /><BR />„Ich fordere Landeshauptmann Kompatscher auf, endlich Abschüsse freizugeben und zwar konsequent und möglichst zu Beginn der Weidesaison und nicht erst im Herbst. Wenn dann die ‚Einsatzgruppe Sicherheit’ die Flüge dafür verwenden würde, um aus dem Hubschrauber heraus möglichst schnell und konsequent die Wölfe abzuschießen, dann hätten sie jeden Rückhalt der Tierhalter und Almbauern“, ist Leiter Reber überzeugt. „Für von Steuergeld finanzierte Rundflüge, nur um Wölfe zu beobachten und zu monitorieren, wird es hingegen kein Verständnis, sondern nur Kopfschütteln geben“, ist Leiter Reber überzeugt.<BR /><BR />