„Die Situation am Dominikanerplatz ist nicht weiter tragbar“, betonte Manuel Nardo am Dienstag im Gespräch mit „S+“. Er ist der Inhaber der „Temple Bar“ und des „Miró Club“ am Dominikanerplatz und sitzt gleichzeitig im Bozner Gemeinderat als einer der drei Vertreter von Forza Italia.<BR /><BR />„Das Problem hat sich in den letzten zwei bis drei Wochen deutlich verschärft“, berichtete Nardo. Kam es vorher nur vereinzelt zu Gewaltsituationen, hätten diese in den vergangenen Tagen stark zugenommen. „Beinahe täglich sorgen mehrere Gruppen von Nicht-EU-Bürgern vor und in den Lokalen für eine stetige Unruhe“, erklärte der Forza-Italia-Gemeinderat.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1256310_image" /></div> <BR />Tagsüber sei es auf dem Dominikanerplatz meist ruhig – erst abends beginne das erschreckende Treiben. „An den Wochenenden sind gleich mehrere Patrouillen von Einsatzkräften bis 1 Uhr morgens im Einsatz. Sobald diese jedoch weg sind, kommen die Probleme zum Vorschein“, unterstrich der Lokalbetreiber.<h3> Einbruch in die „Temple Bar“</h3>Der triste Höhepunkt der Zwischenfälle war ein Einbruch in der Nacht von Sonntag auf Montag in die „Temple Bar“. „Eine Person ist dabei in die Räumlichkeiten eingedrungen und hat sich des Kassenbestands bemächtigt“, schreibt die Quästur Bozen in einer Aussendung. Dank der Aufnahmen der Überwachungskameras, die Nardo direkt den Beamten übergeben hatte, konnte der Übeltäter gefasst werden.<BR /><BR />„Bei ihm handelt es sich um einen 19-jährigen Nordafrikaner, der bereits amtsbekannt ist und Asyl beantragt hat“, heißt es in der Mitteilung. Gegen den den jungen Mann lag zudem bereits ein Aufenthaltsverbot für die Stadt Bozen vor – er wurde auf freiem Fuß angezeigt.<h3> Schaden von 4.000 Euro</h3>„Sehr ärgerlich ist der angerichtete Schaden im Lokal, der sich laut ersten Schätzungen auf etwa 4.000 Euro beläuft“, erklärte Nardo am Dienstag.<BR /><BR />Für Nardo ist es unausweichlich, dass etwas dagegen unternommen wird. „Die Kaufleute haben den Vorschlag geäußert, dass eine Polizeistreife fix am Dominikanerplatz stationiert sein soll. Diesen Vorschlag finde ich sinnvoll, wenngleich er keine langfristige Lösung gewährleistet“, meint Nardo.<h3> „Werden fixe Streifen einsetzen“</h3>Dieser Forderung möchte Bürgermeister Claudio Corrarati nachkommen. „Wir werden jetzt fixe Streifen einsetzen“, erklärte Corrarati auf Nachfrage. Für die kommenden zwei bis drei Monate solle die Polizeistreife am Dominikanerplatz stationiert werden – genauso wie es am Obstmarkt und im Park der Religionen bereits der Fall war. „Dort hat sich die Situation – laut den Bürgerinnen und Bürgern – tatsächlich verbessert“, unterstrich der Bürgermeister.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1256313_image" /></div> <BR />Derzeit gebe es noch Gespräche zwischen Gemeinde, dem Quästor und der Staats- sowie Stadtpolizei. „Falls nötig, werden wir auch noch weitere Überwachungskameras installieren“, meinte Corrarati abschließend.