Dienstag, 06. April 2021

Gemeinsam gegen die Folgen der Pandemie: 8 Promille für die katholische Kirche

Wegen der Corona-Pandemie haben auch in Südtirol Armut und Einsamkeit zugenommen. Viele Menschen sind zudem aufgrund von Zukunftsängsten schwer belastet. Dank der Zweckbestimmung der 8 Promille der einbezahlten Einkommenssteuer an die katholische Kirche konnte die Diözese Bozen-Brixen mittels der diözesanen Caritas viele Menschen in Not unterstützen.

Anstelle von Flugblättern wurden jeweils drei Videos in deutscher und italienischer Sprache erstellt. Sie berichten, was die Diözese zu den Themen Schulden, Hunger und Einsamkeit mittels der diözesanen Caritas für viele Menschen in Not geleistet hat. Ab Dienstag werden die Videos – eines pro Woche – auf der Homepage der Diözese und der diözesanen Caritas veröffentlicht. - Foto: © stol
Die Corona-Krise hat uns vor Augen geführt, wie zerbrechlich wir sind. Sie hat unsere Unsicherheiten und Ängste offengelegt, aber auch gezeigt, wie viel wir tun können, um den Mitmenschen „nahe“ zu sein und Nächstenliebe konkret zu leben, zu der uns das Evangelium aufruft. Die katholische Kirche konnte im vergangenen Jahr dank der Mittel aus dem 8-Promille-Fonds vieles tun, um denjenigen zu helfen, die in dieser Zeit der Pandemie und von ihren Folgen besonders betroffen waren.

Zur Bewältigung des Corona-Notstands hat die italienische Bischofskonferenz bislang 237,9 Millionen Euro aus dem Promille-Fonds der katholischen Kirche zur Verfügung gestellt. Vieles wurde dank dieser Mittel auch in der Diözese Bozen-Brixen bewirkt, aber noch viel mehr wird möglich sein, wenn sich auch in diesem Jahr erneut zahlreiche Menschen dazu entscheiden, auf der Steuererklärung ihre Unterschrift für den 8-Promille-Fonds der katholischen Kirche abzugeben.


Info-Videos

In diesem Jahr wurden – in Übereinstimmung mit den Anti-Covid-Vorschriften – die traditionellen Informationsbroschüren nicht gedruckt. Anstelle von Flugblättern wurden jeweils drei Videos in deutscher und italienischer Sprache erstellt. Sie berichten, was die Diözese zu den Themen Schulden, Hunger und Einsamkeit mittels der diözesanen Caritas für viele Menschen in Not geleistet hat. Ab dem heutigen Tag werden die Videos – eines pro Woche – auf der Homepage der Diözese und der diözesanen Caritas veröffentlicht. Sie stehen auch im Mittelpunkt einer Facebook-Kampagne.

Hinter den nüchternen Zahlen, die die Ausmaße der Pandemie verdeutlichen, stehen Menschen. In den diözesanen Kirchenzeitungen „Katholisches Sonntagsblatt“ und „Il Segno“, die morgen erscheinen, werden die Lebensgeschichten einiger dieser Menschen erzählt.

„Die Notsituation, die wir gerade erleben, lädt uns ein, stärker um die Mitarbeit der Südtirolerinnen und Südtiroler zu bitten, damit diese Kampagne im Bewusstsein und im Konkreten wachsen kann. Die 8-Promille-Aktion für die katholische Kirche ist eine dringliche und unverzichtbare Möglichkeit – besonders heute und in den nächsten Monaten, in denen die Auswirkungen der Pandemie spürbar sein werden„, betont Stefan Untersulzner, der diözesane Referent für die wirtschaftliche Unterstützung der Kirche.


Nächstenliebe sichtbar machen

Die Zuweisung der 8 Promille an die katholische Kirche ist eine Möglichkeit, anhand der alle Steuerpflichtigen – auch diejenigen, die nur das CU-Modell haben und ihre Steuererklärung nicht abgeben müssen – in dieser Zeit der Pandemie Nächstenliebe sichtbar machen können. Ohne dabei einen Euro auszugeben. Es braucht nur eine Unterschrift.

„Vor allem jene Menschen, die keine Steuererklärung einreichen und nur das Modell CU haben, wissen oft nicht, dass auch sie die 8 Promille zuweisen können. Es reicht dafür das Formblatt, das dem Modell CU beiliegt. Rentner, die kein Modell CU vom Fürsorgeinstitut INPS erhalten haben, können ihre Unterschrift mittels Formular abgeben, das in allen Pfarreien aufliegt. Dieses kann dann bei der Post oder dem CAF (Steuerbeistandszentrum) abgegeben werden“, führt Untersulzner aus.

Seit 2006 ist es zudem möglich, weitere 5 Promille der schon einbezahlten Einkommenssteuer sozialen Einrichtungen zuzuweisen. Auch diese Zuweisung kostet den Steuerzahler nichts, ist aber für die Einrichtungen eine große Hilfe. „Viele kirchlich-soziale Vereine und Verbände engagieren sich täglich für die Anliegen bedürftiger Menschen und bieten Hilfe in schwierigen Zeiten. Die Diözese bittet deshalb, mit der Zuweisung der 5 Promille um die Unterstützung für diese Organisationen,“ unterstreicht Untersulzner.

Anbei die Liste der kirchlich-sozialen Vereine und Verbände, für die die Diözese um die Zuweisung der 5 Promille bittet.

•Caritas Diözese Bozen-Brixen 80003290212
•Katholische Frauenbewegnung 8000890021
•Katholische Jungschar Südtirols 80008880215
•Katholisches Männerbewegung 94059030216
•Katholischer Familienverband Südtirols 80012100212
•Katholisches Blindenapostolat 80017950215
•Kolpingwerk Südtirol 80019780214
•Katholischer Verband der Werktätigen (KVW) 80006160214
•Südtiroler Vinzenzgemeinschaft 94059970213
•Südtiroler Vinzenzgemeinschaft 94059970213
•Vinzenzkonferenz Brixen 90002370212
•Centro di aiuto alla vita 94000180219
•Conferenza San Vincenzo – Consiglio Centrale 94005180214
•La Strada - Der Weg 80020390219
•U.N.I.T.A.L.S.I. 04900180581


Weitere Informationen finden sich auf der Homepage der Diözese unter www.bz-bx.net.

stol