Bozen und Neumarkt werden erst 2028 fertig. Schlussendlich bekommt Südtirol nun zwölf Gemeinschaftshäuser.<BR /><BR />Für die Team K-Landtagsabgeordnete Maria Elisabeth Rieder, die diese Antworten auf eine Anfrage hin bekommen hat, ist damit klar: „Irgendwann hat man zwei neue Häuser ,dazu erfunden' und zwei aus dem PNRR-Programm herausgenommen. Und dennoch wurden nicht zehn, wie im Südtiroler Projekt für die PNRR-Gelder eingereicht, sondern nur sieben termingerecht fertig. Es steht zu befürchten, dass auch nur ein Teil der ursprünglich geplanten PNRR-Gelder kommt, wenn überhaupt...“<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1321482_image" /></div> <BR /><BR />Laut Kostenaufstellung aus dem Jahr 2025 ist für die fünf Häuser, die aus den ursprünglichen zehn rechtzeitig fertig wurden, ein PNRR-Beitrag von 6,83 Millionen Euro zu erwarten (Gesamtkosten: 22,83 Millionen). <BR />Für die drei Gemeinschaftshäuser, die auch im neuen „Paket“ nicht fertig werden, sieht die Berechnung (Daten 2025) wie folgt aus: Über PNRR für Bruneck 2,7 von insgesamt 8,7 Millionen, für Sterzing 1,& von insgesamt 1,9 Millionen und für Meran 1,6 von insgesamt 11,2 Millionen Euro veranschlagter Kosten. Entkoppelt wurden Bozen (1,6 Millionen Euro aus dem PNRR-Topf bei 12,5 Millionen Euro Gesamtkosten) sowie Neumarkt (PNRR: 1,6 Millionen Euro; insgesamt: 8,6 Millionen Euro). Die Kosten und Beiträge für Bozen (Löw-Cadonna-Platz) und Mals sowie die Details zur Umlegung der PNRR-Gelder für Bozen und Neumarkt waren gestern auch auf Nachfrage (noch) nicht zu bekommen.<BR /><BR /><embed id="dtext86-75086772_quote" /><BR /><BR />Dabei ist laut Rieder „immer noch unklar, ob für die Gemeinschaftshäuser überhaupt PNRR-Gelder kommen oder ob schließlich alle Kosten über den Landeshaushalt laufen“. Schließlich gilt die wohnortnahe Versorgung für das gesamte Staatsgebiet als ein Projekt, das eigentlich als Ganzes rechtzeitig umgesetzt werden musste, um die EU-Gelder abrufen zu können.<BR /><BR /> „Falls die PNRR-Gelder nicht ausbezahlt werden, werden die Gemeinschaftshäuser mit Finanzmitteln des Landes Südtirol realisiert“, schreibt Landesrat Hubert Messner (SVP) dazu in der Antwort auf die Rieder-Anfrage. „Hier werden Millionenbeträge für Strukturen ausgegeben – zunächst immer mit Verweis auf PNRR-Gelder und jetzt ganz einfach aus unserem Landeshaushalt finanziert und es wird so getan, als wäre dies das Normalste der Welt. Das ist schon ein starkes Stück“, findet die Abgeordnete Rieder. <BR /><BR />Nachgefragt hat Rieder auch, woher das Personal für die Häuser kommen soll: „In den Gemeinschaftshäusern wird Personal eingesetzt, das bereits in den jeweiligen Sprengelsitzen arbeitet. Zum Teil wird Personal umgeschichtet, zum Teil wird Personal neu angestellt bzw. im Rahmen eines Werkvertrags im Gemeinschaftshaus arbeiten“, antwortet Landesrat Messner.<BR /><BR />„Umschichten von Personal, das heißt entweder, dass das bestehende Angebot des Sprengels lediglich in das Gemeinschaftshaus verlagert wird – also das gleiche Angebot unter einem anderen Namen. Oder es werden an einer Stelle Leistungen reduziert, um an anderer Stelle neue Angebote zu schaffen“, folgert Rieder. Wie viele zusätzliche Stellen tatsächlich geschaffen und wie viel neues Personal eingestellt werden soll, sei bislang jedoch unklar ...